Segen für 77 Pferde

Die Ministranten führten den Festzug an, die Pullenreuther Steinwaldmusikanten und die Ehrengäste folgten auf dem Fuße.
Vermischtes
Pullenreuth
11.10.2016
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Jedes Jahr die gleiche Prozedur: Am zweiten Sonntag im Oktober befindet sich ein kleiner Ort am Fuße des Steinwalds in heller Aufregung. Die Straßen werden blitzsauber gekehrt, das Vereinsheim ist geputzt und die Fahnen sind gehisst.

Trevesen. Das Patrozinium der St.- Wendelins-Kirche stand wieder einmal an - verbunden mit dem traditionellen Wendelins-Ritt. Am Sonntagvormittag feierten die Gläubigen mit Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszczuk den Festgottesdienst. Das Gotteshaus war schön geschmückt, viele Sonnenblumen zierten den Hochaltar, an dem sich über der Figur des Namenspatrons ein sogenannter Spiegel befindet, mit der Anrufung "Heiliger Wendelin, bitte für uns." Bereits zum Einzug von Pfarrer, Ministranten und Kommunionhelfern erklang das Wendelinus-Lied, Text und Melodie stammen vom 1984 verstorbenen Pullenreuther Oberlehrer Wendelin Keck. Der Geistliche ging in seiner Predigt auf das Patrozinium ein, und sagte: "Wir müssen danken, für die Menschen und für die heiligen Messen, die wir jeden Sonntag hier feiern dürfen." Um die Mittagszeit waren die fleißigen Helfer der Trevesener Ortsvereine bereits im Dorf unterwegs, um die Verkaufsstände und das Vereinsheim herzurichten, damit die vielen Gäste bewirtet werden konnten.

Es waren 77 Pferde, die ihre Besitzer nach Trevesen gebracht hatten, teils mit Kutschen, beritten oder an der Leine geführt. Sehr viele prächtige, riesige Kaltblüter waren dabei, aber auch kleine süße Ponys, wie zum Beispiel der "Gustl", ein Belgier, der eigentlich "Gustier" heißt, aber natürlich im Bayerischen anders gerufen wird. Um 13.30 Uhr hatte sich der Festzug in der Dorfmitte aufgestellt. In der Kutsche von Willi Kuhbandner aus Neusorg, gezogen von zwei ansehnlichen Süddeutschen Kaltblütern, nahmen Pfarrer Waleszczuk, die Ministranten und Kirchenpflegerin Marina Fenzl Platz. Die Pullenreuthern Steinwaldmusikanten unter Leitung von Johannes Hecht übernehmen die Führung. Danach folgte Bürgermeister Hubert Kraus mit seinen Gemeinderäten und der Pfarrgemeinderat. Im Anschluss die Vereine mit ihren Fahnen, der Frauenbund, die Feuerwehr und der Soldaten-und Kriegerverein. Danach reihten sich die Reiter ein.

Am Gotteshaus angekommen, begrüßte Kirchenpflegerin Marina Fenzl die zahlreichen Gäste. Sie dankte allen, die es ermöglichten, dieses Fest zu feiern. Pfarrer Waleszczuk betete die Andacht für Pferde und Reiter und spendete den Segen. Danach bewegte sich der Zug unter Glockengeläut zurück zur Ortsmitte. Die BRK-Bereitschaft Poppenreuth und die Feuerwehr Pullenreuth übernahmen die Absicherung. Der Nachmittag klang bei Kaffee und Kuchen im Vereinsheim aus. Bei der Feuerwehr gab es warme Würsten und Glühwein.
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