Tobias Prechtl bundesbester Azubi in Industrieelektrik
Der Super-Azubi

Super-Azubi Tobias Prechtl (rechts) und Ausbildungsleiter Alexander Wurm bei der Ehrung in Berlin mit Moderatorin Barbara Schöneberger. Bild: hfz
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Pullenreuth
16.12.2015
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Superlative kommen immer gut an. Und im Falle von Tobias Prechtl ist das sogar begründet. Denn der 22-jährige Pullenreuther ist der beste Azubi Deutschlands. Zumindest im Bereich Industrieelektrik. Das feierte er bei der IHK mit den anderen Überfliegern in Berlin.

566 Auszubildende haben in ganz Deutschland die Abschlussprüfung in Industrieelektrik mit der Fachrichtung Betriebstechnik bei der IHK (Industrie- und Handelskammer) abgelegt. Und Prechtl hat am Besten von allen abgeschlossen. Seine Ausbildung machte er bei der Schott AG in Mitterteich, einem internationalen Konzern für Glasherstellung.

Verdienter Streber


"Dass ich gleich Bundesbester werde, habe ich nicht erwartet", kommentiert Prechtl die hohe Auszeichnung. Die Reaktionen von Firma und Familie waren Lob und Stolz. "Meine Kumpels haben mich natürlich erst einmal als Streber beschimpft, wie es sich gehört", lacht der Super-Azubi. Aber klar hätten auch die ihm auf die Schulter geklopft.

Bei der Nationalen Bestenehrung der IHK waren auch andere Superlative vor Ort: Bundesjustizminister Heiko Maas und Moderatorin Barbara Schöneberger. "Sehr groß aufgezogen" fand Prechtl die Gala mit mehrstündiger Generalprobe, langer Ehrung, großem Büfett und After-Show-Party. Seine Eltern waren mit dabei in Berlin, der Rest seiner Familie saß vor dem heimischen Computer in Pullenreuth und verfolgte die dreistündige Live-Übertragung.

Prechtl warf sich in Schale und ließ sich wie die anderen knapp 230 Besten aus allen Ausbildungsberufen feiern und auszeichnen. Auch Barbara Schöneberger lernte er kennen, die seit zehn Jahren die Bestenehrung mit ihrer typischen professionellen Lockerheit moderiert. Den Berlinbesuch nutzte der Super-Azubi auch zu einem Stelldichein bei Politikern aus dem Wahlkreis. Um die Glückwünsche der beiden CSU-Bundestagsabgeordneten Reiner Meier und Albert Rupprecht entgegenzunehmen, kam Prechtl nicht im Anzug, sondern im Hemd mit dem Unternehmenslogo . "Ich wollte ein bisschen Werbung für die Firma machen, wenn ich sie schon in Berlin vertreten kann", erklärt er.

Nette Chefs, gute Ausbilder


Mit seinem Betrieb sei er vollauf zufrieden. "Für mich ist es hier ideal. Die Kollegen sind nett, die Chefs sind nett." Seinen Erfolg bei der Abschlussprüfung führt er auf die gute Ausbildung im Unternehmen zurück. Mit einem zusätzlichen Werksunterricht bereitete Ausbildungsleiter Alexander Wurm die Azubis vor. Sechs Wochen vor der Prüfung durften sie in ihrer Arbeitszeit für die mündliche Prüfung lernen. "Das ist nicht selbstverständlich", lobt Tobias Prechtl. Schon die zweite Ausbildung hat der 22-Jährige bei der Schott AG absolviert. Nach seinem Abschluss als Industriemechaniker setzte er in Abstimmung mit dem Betrieb noch die Elektrikerausbildung drauf. Die Getriebe und Motoren, für die er zuständig ist, darf er so auch prüfen und warten. "Das ist eine gute Kombination", findet der ehemalige Azubi. Nach seinem Abschluss wurde er von der Schott AG sofort übernommen und unbefristet angestellt.
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