Trevesener und Bürgermeister suchen nach Lösung für Haus der Vereine
Für Sanierung kein Geld

Vermischtes
Pullenreuth
15.07.2016
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Die Wünsche fürs Haus der Vereine in Trevesen sind groß. Das Budget des Eigentümers klein. Doch vor allem notwendige Sanierungsmaßnahmen möchte der Förderverein im Ort nicht auf die lange Bank schieben.

Trevesen. Die Verantwortlichen um Vorsitzende Eva-Maria Panzer haben sich daher an Bürgermeister Hubert Kraus gewandt. Bei einem Gespräch zwischen ihm und den Mitgliedern vor Ort herrschte zwar Einigkeit, dass am Gebäude etwas geschehen müsse, doch bei der Frage der Finanzierung fand sich zumindest vorerst noch keine Lösung.

Das Problem: Der Förderverein hat das Anwesen vor 18 Jahren von der Gemeinde gekauft. Damals hatten Sportverein, Katholischer Frauenbund, Obst- und Gartenbauverein, Soldaten- und Reservistenkameradschaft und die Feuerwehr zusammengelegt, um das Alte Schulhaus zu erwerben. "Sie wollten einen eigenen Veranstaltungsort", weil es im Dorf keine Gaststätte gebe, erinnert sich Panzer. Doch dadurch, dass der Förderverein, dem neben den Vorsitzenden dieser Gemeinschaften noch rund 55 weitere Personen angehören, Eigentümer ist, scheiden kommunale Fördergelder zur Finanzierung der angedachten Maßnahmen aus. Solche Zuschüsse sind laut Kraus nur für öffentliche Gebäude gedacht.

Neue Heizanlage nötig


Doch viel mehr als Eigenleistungen in Form von Arbeitskraft können die Förderer nicht aufbringen. Dabei wäre eine "neue Heizanlage das Wichtigste", berichtet deren Vorsitzende. Die alte Elektroheizung "ist von den Kosten her ganz schön teuer". Sie fresse einen Großteil der Einnahmen auf, mit denen der Zusammenschluss den Unterhalt des Gebäudes bestreitet, weiß auch der Rathauschef. Mit auf der Wunschliste steht neben neuen Toiletten auch der Ausbau des Dachgeschosses. "Das wäre vor allem für den SV eine super Sache", meint Panzer. Durch den zusätzlichen Platz könnte der Saal im Erdgeschoss, der unter anderem für das Kinderturnen genutzt wird, bestuhlt bleiben. Aber auch der Saal selbst sollte nicht so bleiben wie er ist. Dieser könnte um eine zusätzliche Ecke für das Essen bei Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern ergänzt werden. Der Platz könnte aber auch für Kinder genutzt werden, die dann unter Aufsicht wären.

Handlungbedarf sehen sowohl Panzer als auch Kraus ebenfalls im Keller, der trockengelegt werden müsse. Die Nässe dort sieht die Vorsitzende in Zusammenhang mit der alten Heizung. Aus Kostengründen werde das Haus nur zu Veranstaltungen beheizt, und durch den Temperaturwechsel bildet sich ihrer Meinung nach Kondenswasser.

Das alles können die Trevesener alleine nicht stemmen. Die Einnahmen des Fördervereins aus eigenen Aktionen und Mitgliedsbeiträgen reichen gerade mal für den Unterhalt des Gebäudes und die Pflege der Außenlagen. "Bei größeren Ausgaben zahlen die Vereine mit dazu." So konnten laut Panzer immer wieder mal einzelne Fenster ausgetauscht werden, "wenn Geld da war".

Ideen noch besprechen


Dass man sich im Ort keine größere Maßnahmen wie eine energetische Sanierung leisten kann, ist Bürgermeister Kraus klar. "Die Gemeinde ist aber daran interessiert, die Vereine zu unterstützen." So könnten beispielsweise die Pullenreuther Sportler die Turnhalle nutzen, die dort die Kommune unterhält. Im Sinne einer Gleichbehandlung möchte er daher in Trevesen helfen. Über das Wie möchte der Rathauschef aber noch nicht reden, auch wenn er bereits "gewisse Ideen" hat. "Darüber müsste aber zunächst im Gemeinderat abgestimmt werden." Auch ein Architekt sollte zu Rate gezogen werden. Spätestens im Herbst möchte Kraus dann seine Vorstellungen dem Gremium präsentieren.
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