Waldwirtschaft und Naturschutz unter einem Hut
Im Einklang

In der Waldabteilung "Dachsfelsen" besuchten die Wanderer einen "Urwaldrest" mit mächtigen Tannen, Fichten und Buchen. Der totholzreiche Wald war inmitten der romantischen Felsenkulisse der Höhepunkt der Exkursion, bei der auch das Wetter mitspielte. Bild: lpp
Vermischtes
Pullenreuth
23.08.2016
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Glasschleif. "Waldwirtschaft im Einklang mit der Natur" hieß der Titel einer Wanderung bei der Glasschleif. Gut besucht war die gemeinsame Exkursion der Kreisgruppe Tirschenreuth vom Bund Naturschutz und des Naturparkes Steinwald. Auf dem rund zwei Kilometer langem Rundkurs bei Arnoldsreuth zeigte Revierleiter Wolfgang Schödel, wie sich gewinnbringende Forstwirtschaft, Naturschutz und Erholung unter einem Hut bringen lassen.

Der durch die Klimaerwärmung nötige beschleunigte Waldumbau mit weniger Fichten und mehr Tannen, Buchen und anderen Baumarten wurde anschaulich vorgestellt, ebenso wie naturschutzrelevante Maßnahmen wie die Entnahme von Fichten an Bächen und in Quellbereichen. Anhand von Biotopbäumen und Totholz konnten die Teilnehmer erkennen, dass neben den eher flächigen Naturschutzmaßnahmen, wie Moore, Felsen, alte Steinbrüche und Waldränder auch auf der übrigen Waldfläche der Artenschutz nicht zu kurz kommt.

Das auch die Erholungsfunktion des Waldes ein wichtiges Anliegen ist, zeigte der Revierleiter anhand von Wildkirschen, Sträuchern oder bizarren Einzelbäumen. Die Vielzahl der Schmetterlinge, Hummeln und Schwebfliegen, die auf den Disteln und vielen anderen Blütenpflanzen neben den Forstwegen die Exkursionsteilnehmer umschwirrten, zeigte erschreckend wie selten so etwas, früher alltägliches, in der landwirtschaftlichen Fläche heute zu finden ist. Hier bilden die Waldwege einen letzten Rückzugsort.
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