22-jährige Regensburgerin hüllt sich in Schweigen
Weiter Rätsel um Vergewaltigung

Archiv
Regensburg
30.09.2014
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Die Ermittler stehen weiter vor einem Rätsel: Nach wie vor wissen sie nicht, was in den frühen Morgenstunden des 27. Juli in der Regensburger Isarstraße passiert ist. Der "tatsächliche Geschehensablauf zu einer angeblich überfallartigen Vergewaltigung" sei nach wie vor ungeklärt, teilten die Staatsanwaltschaft Regensburg und das Polizeipräsidium Oberpfalz am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Eine 22-jährige Auszubildende hatte gegenüber Polizeibeamten angegeben, von drei Männern ins Auto gezerrt und vergewaltigt worden zu sein. Danach sei sie nackt aus dem Fahrzeug gestoßen worden. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen und in Regensburg bei vielen Frauen und Mädchen für Unsicherheit gesorgt. Anfang September dann das Aufatmen: Die Polizei teilte als Resultat "umfassender Ermittlungen" mit, dass die von der Frau geschilderte überfallartige Vergewaltigung nicht stattgefunden habe. Die Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern mit Phantombildern wurde eingestellt.

Keine neutralen Zeugen

Die tatsächlichen Geschehnisse, insbesondere die Entstehung der Verletzungen sowie die Hintergründe der Anzeigenerstattung seien allerdings nach wie vor ungeklärt, heißt es in der Pressemitteilung vom Montag. Die junge Frau lag eine Woche lang schwer verletzt im Krankenhaus. Die Ermittlungen erweisen sich laut Polizei als schwierig: Bislang seien keine neutralen Zeugen ausfindig gemacht worden. Die Frau selbst werde mittlerweile anwaltlich vertreten und mache keine Angaben zu den tatsächlichen Ereignissen.
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