Auf Wasser gebaut

Normalerweise ist der Speicher meterhoch mit Wasser gefüllt, nur für die Reinigung wird er komplett entleert.
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Regensburg
06.10.2015
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Rund 7,5 Millionen Euro wird die Rewag in den nächsten Jahren in die Regensburger Trinkwasserversorgung investieren. Ein Großteil des Geldes ist für den Ausbau des Hochbehälters "Am Mühlberg" und die Instandhaltung der Wasserspeicher bestimmt.

Allein die geplante Erweiterung und Sanierung des Hochbehälters "Am Mühlberg" wird etwa 2,7 Millionen Euro kosten. Außerdem soll in den Hochwasserschutz und die Erneuerung sowie Verstärkung des Leitungsnetzes investiert werden.

Behälter reicht nicht aus

Der 1955 gebaute Hochbehälter "Am Mühlberg" fasst derzeit 1000 Kubikmeter. "Das ist aber nicht ausreichend für die 12 000 Menschen, die der Trinkwasserspeicher täglich mit Wasser versorgt, beschrieb Rewag-Vorstand Olaf Hermes die Situation. Zur Veranschaulichung der Baumaßnahmen hatte er zusammen mit seinem Vorstandskollegen Frank Oneseit zur Besichtigung eines historischen Trinkwasserbehälters auf den Winzerer Höhen geladen.

So liege der tatsächliche Wasserverbrauch im Einzugsgebiets der Anlage bei 2500 Kubikmetern am Tag. Momentan werde diese Menge mit Wasser aus anderen Hochbehältern ausgeglichen. Um auf aktuelle Anforderungen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches einzugehen, würde am Mühlberg jetzt aber aufgestockt werden, ergänzte Oneseit.

Beginnen sollen die Baumaßnahmen im Jahr 2016 mit der Erweiterung des Speichers um eine zweite Wasserkammer mit 2000 Kubikmetern Fassungsvermögen. Zusammen werden beide Kammern dann ein Fassungsvermögen von 3000 Kubikmetern haben und somit den Bedarf in diesem Stadtgebiet abdecken. Ist der Neubau abgeschlossen - geplant ist das für Mitte 2017 - soll die bestehende Kammer saniert werden. Unter anderen müssen dort sämtliche Rohrleitungen ausgetauscht und die Beschichtung der Wände erneuert werden.

Anlage nicht mehr anhalten

Neben dem Ausbau der Kapazitäten hat der Kammerneubau aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil für die Trinkwasserversorgung: Wird eine Speicherkammer gereinigt - was bei der Rewag einmal im Jahr der Fall ist - muss das Wasser abgelassen werden. Das bedeutete bisher am Mühlberg, dass die Anlage komplett vom Netz genommen werden muss, da es nur eine Kammer gibt. In Zukunft können die Speicherkammern nacheinander gereinigt werden. Die Anlage bleibt in Betrieb

Insgesamt betreibt die Rewag in Regensburg 12 Hochbehälter, wovon der Speicher am Mühlberg der letzte mit nur einer Kammer ist. Alle zusammen fassen aktuell über 37 Millionen Liter Trinkwasser. Gebaut werden die Hochbehälter möglichst auf Anhöhen. Über Rohrleitungen gelangt das Wasser dann in die - meist tiefer liegenden - Haushalte.
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