Aufregung um Domspatzen-Werbung: PR-Video nach Skandal wieder online
Botschaft missverstanden

Joachim Wolbergs. Bild: dpa
Archiv
Regensburg
27.01.2015
3
0
Ab sofort ist das in die Schlagzeilen geratene PR-Video der Regensburg Tourismus GmbH (RTG), das mit einer Persiflage auf die Regensburger Domspatzen ironisch zugespitzt für die Originalität der Stadt Regensburg wirbt, wieder online abrufbar. Darauf einigten sich Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und RTG-Chefin Sabine Thiele nach positivem Zuspruch aus der ganzen Region.

"Zu meiner Entscheidung vom vergangenen Freitag, dieses Video aus dem Netz zu nehmen, hat mich vor allem die Annahme geleitet, dass wir damit all denjenigen die Grundlage für eine völlig ungerechtfertigte Empörung entziehen könnten, die in eine absolut harmlos gemeinte Werbeaktion Fremdenfeindlichkeit und Sexismus hineininterpretieren wollen", so Wolbergs.

Wunsch nach Video

Nun habe sich aber gezeigt, dass durch die breite Aufmerksamkeit, die das Thema ... gefunden habe, eine durchaus konstruktive Diskussion angestoßen worden sei. "Dabei wurde der Wunsch laut, das Video weiter abrufen zu können, das die zugegeben etwas verkürzte Botschaft der Werbe-Postkarte verdeutlicht." Bei Umfragen im Internet zeichnet sich eine deutliche Mehrheit ab, die die PR-Aktion positiv bewertet.

Chormanager Christof Hartmann, stellt sich ausdrücklich hinter den Werbespot und weist auf die Internationalität des Chores hin: "Bei den Domspatzen besuchen derzeit vier Schüler das Musikgymnasium, deren Staatsangehörigkeit auf Ungarn, Großbritannien, Vietnam und Österreich lautet. Hinzu kämen Schüler mit deutscher Staatsangehörigkeit und ausländischem Elternteil.

Nur die Qualität zählt

Alleinstellungsmerkmal der Domspatzen sei die Qualität des Gesanges, stellte Wolbergs klar. "Das und nichts anderes ist die Botschaft. Wir können leider nicht verhindern, dass sie von einigen wenigen missverstanden wird." Auch Thiele begrüßt die Entscheidung: "Es ist wunderbar, dass das Domspatzen-Video als ein Teil der Kampagne der vier 'Regensburger Originale' wieder online geht. Im Video ist klar erkennbar, dass es um den Gesang geht. Die Hintergrundmusik wurde extra stumm geschaltet, um den 'schiefen Gesang' der falschen Domspatzen der Reinheit der Originale gegenüberzustellen. Dieser Gesang mache sie zu echten Kulturbotschaftern der Stadt."

___

Der Skandal und das Video im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/domspatzen
Weitere Beiträge zu den Themen: Themen des Tages (14863)Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.