Bayernwerk-Chef Reimund Gotzel spricht in Regensburg zu Energiewende und Stromtrassen
Den Freistaat neu elektrifizieren

Reimund Gotzel. Archivbild: Hartl
Archiv
Regensburg
16.03.2015
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Die Bayernwerk AG, früher Eon Bayern, sei dabei, den Freistaat neu zu elektrifizieren. Im Presseclub erläuterte Vorstandsvorsitzender Reimund Gotzel die Aufgaben seines Unternehmens im Zuge der Energiewende. Das Bayernwerk habe mehr als 5000 Megawatt Sonnenenergie im Netz zu bewältigen - "so viel wie fünf Kernkraftwerke erzeugen". Trotz der Investitionen von 400 Millionen Euro in diesem Jahr laufe das Bayernwerk dem Netzausbau immer noch hinterher, um erneuerbare Energien anzuschließen. "Das war so nicht zu erwarten."

Voll des Lobes ist Gotzel über den Energiedialog unter Leitung von Staatsministerin Ilse Aigner. "Ein gutes Mittel, sich auszutauschen und viele gemeinsame Punkte zwischen den so genannten Gegnern herauszukristallisieren." Man sei sich inzwischen einig, dass Bayern weiterhin hohen Energiebedarf habe, vor allem in der Industrie. Der müsse auch aus Windkraftanlagen aus dem Norden kommen, wo er nicht gebraucht werde. Bei der Trassendiskussion sieht Gotzel die Energiewirtschaft außen vor. "Es gibt eine Gesetzesbasis zum Netzausbau. Und es gibt auch keine Entscheidungsmöglichkeit der Unternehmen, ob der als Freileitung oder unterirdische Kabel erfolgt."

Positiv hebt Gotzel zum Abschluss hervor, dass Bayern schon heute einen Anteil von 60 Prozent bei erneuerbaren Energien erreicht, während Deutschland das Ziel ausgegeben habe, bis zum Jahr 2050 80 Prozent zu erreichen.
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