Bildgeschenk der Fürstin krönt neue Freundschaft
Gloria malt Wolbergs

Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk samt Schleife brachte Fürstin Gloria im Alten Rathaus vorbei: ein Porträt von Stadtoberhaupt Joachim Wolbergs. Bild: Gibbs
Archiv
Regensburg
11.12.2014
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Wer hätte gedacht, dass sich SPD-Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und die konservative Fürstin Gloria von Thurn und Taxis so gut verstehen? Ein Bildgeschenk krönte am Mittwoch die neue Freundschaft.

Mit strahlend blauen Augen und einem fast kindlich wirkenden Ausdruck schaut einem Wolbergs von dem Aquarell der Fürstin entgegen. So sieht Gloria also den 42-jährigen OB, der seit Mai die Geschicke der Stadt lenkt. "Ein schöner Mann" sei Wolbergs, sagte die Fürstin bei der von viel Presserummel begleiteten Bildübergabe im Alten Rathaus. Deshalb habe es auch nur eineinhalb Stunden gedauert, bis das Aquarell fertig war. "Bei hässlichen Menschen dauert es länger, die muss ich erst schön machen", scherzte die 54-Jährige.

Eigentlich hatte sie Wolbergs das Bild bereits vergangene Woche schenken wollen. Der OB hatte sie auf Schloss St. Emmeram besucht, um gemeinsame Themen zu besprechen. "Doch dann wollten wir das doch nicht im stillen Kämmerlein machen", sagte Wolbergs, der sichtlich gerne mit der Fürstin vor seinem Amtszimmer posierte. Die Chemie zwischen den beiden scheint zu stimmen. Wolbergs sprach von einer "schönen Wellenlänge", die sie verbindet. Gloria nannte ihn "das Stadtoberhaupt mit kulturellem Herzen".

Geradezu ausgelassen planten die Regensburger Aushängeschilder vor den versammelten Journalisten, im nächsten Jahr gemeinsam ein Kabarettstück mitsamt Gesang einzustudieren und aufzuführen. "Dann kann man sagen, dass Regensburg die lustigste und kreativste Stadt ist", meinte die Fürstin, Profi in Sachen PR.

Übermütige Stimmung

Wolbergs ist längst nicht der erste Prominente, den Gloria auf Papier verewigte. Sie hat bereits Hunderte gemalt, darunter Königin Elizabeth II., Modeschöpfer Karl Lagerfeld und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im vergangenen Jahr brachte sie ein ganzes Buch heraus, in dem sie 60 kirchliche Würdenträger porträtierte, darunter Papst Franziskus sowie dessen Vorgänger Papst Benedikt.

Modell sitzen musste Wolbergs im Übrigen nicht. Die Fürstin fertigte das Aquarell nach einem Foto als Vorlage an. Das Bild werde künftig sein Amtszimmer schmücken, erklärte der OB. "Wer kann schon von sich behaupten, eine echte Gloria im Büro hängen zu haben?"
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