Bis an die Grenzen gehen

Rufen dazu auf, Menschen an den Rändern zu helfen (von links): Bischof Stanislav Szyrokoradiuk, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Schwester Mirjam Beike, Weihbischof Dr. János Székely und der Hauptgeschäftsführer der Aktion Renovabis, Pater Stefan Dartmann. Bild: el
Archiv
Regensburg
30.04.2015
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Der Regensburger Bischof ist heuer Gastgeber für die deutschlandweite Renovabis-Pfingstaktion. Rudolf Voderholzer möchte eine Brücke zu den Nachbarn in Osteuropa schlagen.

Anknüpfend an die Rede Papst Franziskus' rief Bischof Rudolf Voderholzer bei einer Pressekonferenz zur Renovabis-Pfingstaktion am Mittwoch dazu auf, nicht nur an die geografischen Ränder zu gehen, "sondern vor allem an die Grenzen der menschlichen Existenz - die des Schmerzes, der Ungerechtigkeit, die der fehlenden religiösen Praxis, die jeglichen Elends".

Regensburg ist dieses Jahr Gastgeber der deutschlandweiten Renovabis-Pfingstaktion "An die Ränder gehen". Am kommenden Sonntag wird Bischof Rudolf Voderholzer zusammen mit Geistlichen aus dem Nachbarbistum Pilsen und der ukrainischen Diözese Charkiv-Zaporizhia die 23. Renovabis Pfingstaktion mit einem Festgottesdienst im Dom Sankt Peter eröffnen. "Regensburgs geografische Lage am nördlichsten Punkt der Donau privilegiert uns eine Brücke zu unseren östlichen Nachbarländern zu schlagen", stellt Voderholzer fest. Sei es donauabwärts in die Anrainerstaaten des Stroms oder nach Rumänien, wohin über die Mallerdorfer Schwestern seit langem eine besondere Verbindung besteht. Oder auch nach Norden in die Diözese Pilsen.

Der Katholikentag 2014 hat die schon länger wiederbelebten Beziehungen zu Tschechien intensiviert. Dazu kommt konkrete Hilfe für tschechische Frauen, die durch falsche Versprechungen in der Zwangsprostitution gelandet sind. Voderholzer erinnerte, dass mit dem Kollektegeld der großen Katholikentagsgottesdienste im Verbund mit der Frauenhilfsorganisation Solwodi kürzlich eine Beratungsstelle für die Opfer von Zwangsprostitution im Bistum eröffnet wurde. Menschenhandel beschäftigt auch Schwester Mirjam Beike täglich. Die Sozialarbeiterin der Schwestern vom Guten Hirten kümmert sich am Rande der albanischen Hauptstadt Tirana um die Wiedereingliederung von Mädchen und Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind. "Unser jüngstes Opfer war elf Jahre alt", erzählt die Schwester.
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