Bischöfe öffnen Heilige Pforten

Bischof Rudolf Voderholzer öffnete die Heilige Pforte in Regensburg. Anschließend durchschritt er sie als Erster. Bild: Bistum Regensburg
Archiv
Regensburg
14.12.2015
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Auch in Regensburg hat am Sonntag das Jahr der Barmherzigkeit begonnen. Bischof Rudolf Voderholzer öffnete die Heilige Pforte an der Karmelitenkirche St. Josef.

(nt/az/KNA) Bischof Rudolf Voderholzer sprach im Pontifikalamt das an, was dieses Heilige Jahr so besonders mache: Es solle nicht nur in Rom Gestalt annehmen, sondern auch in allen Ortskirchen gefeiert werden. Das zentrale Anliegen des Heiligen Jahres formulierte er schlicht und einfach: "Wenn die Kirche zum Jahr der Barmherzigkeit ausruft, geht es um Barmherzigkeit!" An das Pontifikalamt schloss sich eine Prozession vom Dom St. Peter zur Karmelitenkirche an, wo der Bischof die Heilige Pforte öffnete. Dabei sprach er: "Öffnet die Tore der Gerechtigkeit, lasst uns eintreten, um dem Herrn zu danken! Das ist das Tor zum Herrn: Durch dieses Tor treten wir ein, um Barmherzigkeit und Vergebung zu erlangen."

Auch in anderen deutschen Bistümern haben die Bischöfe den Start des Heiligen Jahres gefeiert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, wandte sich in München gegen einen Missbrauch der christlichen Identität, um andere Menschen auszugrenzen. "Die Identität des Christen ist nie gegen jemanden gerichtet - sie ist gegen Hass, gegen Krieg, gegen Unterdrückung, gegen Ausgrenzung gerichtet, aber nie gegen Menschen."

Umgangston kritisiert

In Bamberg nahm Erzbischof Ludwig Schick den Umgangston in der Gesellschaft in den Blick. In den Medien, in Internetforen oder Leserbriefen seien viel Respektlosigkeit und Verachtung zu spüren. "Lasst uns die Barmherzigkeit neu lernen und tun!" Eine wohlhabende Gesellschaft sei nicht automatisch eine Wohlfühlgesellschaft, so der Erzbischof. Oft sei sogar das Gegenteil der Fall. In Eichstätt öffnete Bischof Gregor Maria Hanke ein Tor in der Heilig-Kreuz-Kirche.

Heilige Pforten symbolisieren, dass den Gläubigen in diesem Jahr der Umkehr und des Pilgerdaseins ein besonderer Weg zum Heil offensteht. Üblicherweise ist der Ritus der Heiligen Pforte mit den vier Papstbasiliken in Rom verbunden. Papst Franziskus hatte jedoch gewünscht, dass möglichst viele Katholiken weltweit im Heiligen Jahr, das am 8. Dezember im Vatikan begann, diese Frömmigkeitsübung vollziehen können.
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