Bundesverkehrsminister testet bei Continental in Regensburg neue Assistenzsysteme - Auf ...
Dobrindt übt Fahren der Zukunft

Beeindruckt zeigte sich Alexander Dobrindt (links) nach einer Testfahrt. Neben ihm (von rechts) MdL Sylvia Stierstorfer, Continental-Vorstandsmitglied Helmut Matschi und Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. Bild: Gibbs
Archiv
Regensburg
22.10.2014
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Am Steuer hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sichtlich Spaß. Mit rasantem Tempo drehte er am Montag in einem auf kosteneffiziente Hybridisierung umgestellten Auto auf der Continental-Teststrecke in Regensburg mehrere Runden. Im assistierten Fahren sieht Dobrindt einen großen Zukunftsmarkt.

Ausführlich testete der Bundesverkehrsminister das sogenannte "Segeln": Beim vom Automobilzulieferer Continental entwickelten "48 Volt Eco Drive System" wird der Verbrennungsmotor im niedrigen Drehzahlbereich elektrisch unterstützt. Das soll Kraftstoff sparen und den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß vermindern.

Nach der Fahrt im Pkw stieg Dobrindt, der auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Philipp Graf von und zu Lerchenfeld gekommen war, auf einen mit einem hochmodernen Kamerasystem ausgestatteten Lastwagen um. Hier musste er das Steuer einem Fahrer überlassen - Dobrindt hat keinen Lkw-Führerschein, wie er später gestand. Das "ProViu Mirror System" dient laut Continental als "revolutionäre Alternative zu Außenspiegeln". Der Fahrer sieht auf Bildschirmen im Fahrzeug, was die Kameras links und rechts aufzeichnen.

Continental innovationsfähig

Dobrindt zeigte sich "sehr beeindruckt" davon, was Assistenzsysteme heute bereits leisten könnten. Den Continental-Standort in Regensburg mit 7000 Mitarbeitern lobte er für seine Innovationsfähigkeit. Es sei wichtig, in Zukunftstrends wie Autonomes Fahren oder CO2-Einsparungen zu setzen. Er habe Continental gebeten, das geplante "Digitale Testfeld Autobahn" mit Rat und Tat zu unterstützen. Mit dem Projekt will das Ministerium das assistierte Fahren in der realen Welt testen.

Das komplett autonome Fahren ist für Dobrindt noch Zukunftsmusik. Er habe einen runden Tisch eingeführt, an dem juristische Fragen geklärt werden sollen. Auch der Datenschutz müsse berücksichtigt werden. Es sei vorstellbar, dass es eines Tages Autos ganz ohne Fahrzeugführer geben wird, sagte Dobrindt. "Der Trend geht dahin." Den Fahrer komplett auszuschalten, übersteige aber noch seine Vorstellung vom Individualverkehr, erklärte der Minister.
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