Denkmalnetz Bayern am Samstag auf "MS Fürstin Gloria"
Kulturelles Erbe vor der Abrissbirne retten

Die Leiter des Denkmalnetzes Bayern: (von links) Stephanie Heyl, Johannes Haslauer und Achim Schröer mit ihren Gastgebern Dr. Werner Chrobak, Susanne Völkl, Hubert Wartner und Helmut Wilhelm. Bild: osr
Archiv
Regensburg
27.10.2014
87
0
Das Denkmalnetz Bayern, angesiedelt unter dem Dach des Landesvereins für Heimatpflege, hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für das bauliche Erbe im Freistaat einzusetzen. 120 Initiativen und viele einzelne Bürger gehören inzwischen zu diesem Bündnis, das vor zwei Jahren offiziell gegründet wurde.

Denkmalpreis für Mitglieder

Mitglieder des Bündnisses erhielten heuer den bayerischen Denkmalpflegepreis, der Bauherren würdigt, die sich in vorbildlicher Weise für den Erhalt von denkmalgeschützten Bauwerken einsetzen.

Nach Regensburg geholt hatten das bayerische Jahrestreffen Helmut Wilhelm vom Forum Regensburg und Hubert Wartner von Geschichts- und Kulturverein Kumpfmühl. In Vertretung des Oberbürgermeisters begrüßte Stadtheimatpfleger Dr. Werner Chrobak die Gäste aus der bayernweiten bürgerschaftlichen Denkmalszene. "Dass Bürger das Anliegen der Denkmalpflege zu ihrem eigenen Anliegen machen, ist ein hoffnungsvolles Zeichen auf diesem nicht unumstrittenen Gebiet."

Regensburg, so Chrobak, diene mit dem mittelalterlichen Stadtbild als lehrreiches Beispiel dafür, wie Denkmalpflege einerseits in großen Bereichen optimal umgesetzt wurde, wo aber andererseits in Einzelfällen nicht wiedergutzumachende Fehler gemacht wurden. Denkmalpflege könne nie als abgeschlossener Prozess betrachtet werden, sagte der Stadtheimatpfleger, der auch von einer "schwierigen Gratwanderung" zwischen dem Denkmalschutzgesetz und den Erfordernissen des modernen Lebens sprach.

Schutz der Heimat

Auch beim Geschichts- und Kulturverein Kumpfmühl gehe es um nichts weniger als um den Schutz unserer Heimat und das Bewahren des kulturellen Erbes, sagte dessen Vorsitzender Hubert Wartner. "Wir sind stolz auf unsere Stadt und darauf, dass sie heute weltweit als kulturelles Erbe der Menschheit anerkannt ist."
Weitere Beiträge zu den Themen: Themen des Tages (14863)Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.