Domspatzen-Video wieder online: Humor siegt über Empörung
Froh pfeift es wieder von den Dächern

Screenshot aus dem Werbevideo
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Regensburg
26.01.2015
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Ab sofort ist das in die Schlagzeilen geratene PR-Video der Regensburg Tourismus GmbH (RTG), das mit einer Persiflage auf die Regensburger Domspatzen ironisch zugespitzt für die Originalität der Stadt Regensburg wirbt, wieder online abrufbar. Darauf haben sich Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und RTG-Chefin Sabine Thiele nach positivem Zuspruch aus der ganzen Region geeinigt.

„Zu meiner Entscheidung vom vergangenen Freitag, dieses Video vom Netz zu nehmen, hat mich vor allem die Annahme geleitet, dass wir damit all denjenigen die Grundlage für eine völlig ungerechtfertigte Empörung entziehen könnten, die in eine absolut harmlos gemeinte Werbeaktion Fremdenfeindlichkeit und Sexismus hineininterpretieren wollen“, so Wolbergs.

Nun habe sich aber gezeigt, dass durch die breite Aufmerksamkeit, die das Thema in den Medien und auch im Internet gefunden habe, eine durchaus konstruktive Diskussion angestoßen worden sei. „Dabei wurde immer wieder der Wunsch laut, das Video weiter abrufen zu können, das die zugegebenermaßen etwas verkürzte Botschaft der Werbe-Postkarte verdeutlicht.“

Bei Medienumfragen im Internet zeichnet sich mittlerweile eine deutliche Mehrheit ab, die die PR-Aktion positiv bewertet. Auch im sozialen Netzwerk Facebook sind die ermutigenden Kommentare klar in der Überzahl.

Chormanager steht hinter Werbespot

Auch Christof Hartmann, Chormanager der Regensburger Domspatzen, stellt sich ausdrücklich hinter den Werbespot und weist auf die Internationalität des renommierten Chores hin: „Bei den Domspatzen besuchen derzeit vier Schüler das Musikgymnasium, deren Staatsangehörigkeit auf Ungarn, Großbritannien, Vietnam bzw. Österreich lautet. Hinzu kommen noch Schüler mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen die Eltern oder ein Elternteil aus Vietnam, Polen, Russland, Ukraine, Spanien, Großbritannien oder Irland stammen."

Alleinstellungsmerkmal der Domspatzen sei die Qualität des Gesanges, stellte Wolbergs klar. „Das und nichts anderes ist die Botschaft. Wir können leider nicht verhindern, dass sie von einigen wenigen missverstanden wird. Auch RTG-Geschäftsführerin Sabine Thiele begrüßt die Entscheidung: „Es ist wunderbar, dass das Domspatzen-Video als ein Teil der Kampagne der vier ‚Regensburger Originale‘ wieder online geht.

Im Video ist klar erkenn- und hörbar, dass es um den Gesang geht. Die Hintergrundmusik wurde hierfür – anders als in den anderen drei Spots - extra stumm geschaltet, um den „schiefen Gesang“ der falschen Domspatzen dem professionellen Gesang der „Originale“ gegenüber zu stellen und die Reinheit des Chores hervorzuheben. Dieser Gesang macht die Domspatzen zu echten Kulturbotschaftern der Stadt.“