Ein herrlicher Aprilscherz

Am Steinberger See (Kreis Schwandorf) ließen sich erste Sonnenhungrige bräunen. Bild: Gerhard Götz
Archiv
Regensburg
16.04.2015
5
0

Sommer schon im Frühjahr: In der Oberpfalz genossen die Menschen am Mittwoch die Sonne bei angenehmen 25 Grad. Doch das warme Intermezzo soll nur von kurzer Dauer sein. Schon für morgen rechnen Meteorologen mit Regen - was nicht ganz schlecht ist.

Bei strahlend blauem Himmel gab es in ganz Bayern am Mittwoch einen ersten Vorgeschmack auf den Sommer. In Parks, Eisdielen und Straßencafés genossen die Menschen das herrliche Wetter - dank "Padma". Das Hoch bescherte dem Freistaat den bislang wärmsten Tag des Jahres. Die höchsten Temperaturen wurden gegen 16 Uhr in Regensburg gemessen - sommerliche 25 Grad, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

Allerdings: Das Traumwetter ist nur von kurzer Dauer. Am Freitag erwarten die Meteorologen tristen Regen mit grauen Wolken und ungemütlichen Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Nachts könnte es sogar etwas Frost geben.

Solche Temperaturschwankungen von Hitze bis hin zu frostiger Kälte sind zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich. "Es ist ein Übergangs- monat", sagte Gerhard Lux, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), in Offenbach. Den heißesten 15. April seit den Aufzeichnungen des DWD gab es im Jahr 2007 - mit knapp 30 Grad in Duisburg. Der kälteste 15. April wurde 1973 gemessen mit eisigen minus 9,1 Grad in Oberstdorf. Typisch seien auch große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.

Die Landwirte beurteilen das Wetter aus einer anderen Perspektive: "Wir sind ganz gut aus dem Winter gekommen. Es war sehr mild. Die Winterkulturen sind in gutem Zustand", erklärte Michael Lohse, Sprecher des Deutschen Bauernverbandes in Berlin. Auch der Spargel sprießt endlich, nachdem das begehrte Edelgemüse wegen der kühlen Witterung anfangs nur langsam gewachsen war. Allerdings habe der milde Winter in etlichen Bundesländern vor allem in Thüringen, aber auch in Niedersachsen und Hessen, zu einer Mäuseplage geführt, sagte Lohse. Und auch der fehlende Regen macht den Bauern Sorgen. In einigen Regionen habe die strahlende Sonne den Boden schon ziemlich ausgetrocknet. In Bayern und Baden-Württemberg und im Osten Deutschlands gebe es erste Anzeichen von Trockenheit.

Auch die Waldbauern hoffen auf Niederschläge, ist die Waldbrandgefahr derzeit doch sehr hoch. Der sogenannte Waldbrand-Gefahrenindex weist für Donnerstag in einzelnen Regionen Bayerns eine Gefahr der höchsten Stufen 4 und 5 aus, so etwa in Nürnberg, Reit im Winkl, Kaufbeuren, Regensburg oder Ingolstadt. Besonders kritisch ist die Lage in Wäldern auf sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, auf sonnigen Waldlichtungen und an Waldrändern. Die Regierung von Oberbayern mahnte, in Wäldern keine offenen Feuer anzuzünden und keine brennenden oder glimmenden Sachen wegzuwerfen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.