Einsatzkräfte im Silvester-Trubel

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Regensburg
02.01.2015
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Mehr als 2000 Einsätze hielten die Feuerwehr und Polizei bayernweit in der Neujahrsnacht in Atem. Auch in der Oberpfalz rückten die Einsatzkräfte rund 140 Mal aus. Das Winterwetter beeinträchtigte zudem den Verkehr.

Brände, Unfälle und das winterliche Wetter sorgten für einen ereignisreichen Jahresstart. In der Oberpfalz verletzten sich mindestens sechs Menschen durch fehlgeleitete Böller oder Raketen. Über Notruf wurden zahlreiche Schlägereien gemeldet, die Nachermittlungen nach sich ziehen. Zudem gab es kleinere Brände mit geringem Sachschaden. Eine Gartenlaube in Furth im Wald brannte nieder.

Bei einer Silvesterparty in der Sauna erlitt ein 21-Jähriger in Neustadt bei Coburg schwere Verbrennungen an Händen, Oberkörper und im Gesicht. Er wurde in eine Spezialklinik nach Nürnberg gebracht. Laut Polizei gab es bei einem Aufguss eine Stichflamme. Partygäste löschten die Flammen mit einem Feuerlöscher. In Augsburg erlitt ein Kind durch einen Kracher schwere Verbrennungen an einer Hand.

Bei Ködnitz (Kreis Kulmbach) verwechselte ein Betrunkener (61) die Bahngleise mit einer Straße - er bog auf einem Bahnübergang auf die Schienen ab und steckte fest. Die Bahnstrecke wurde vorübergehend gesperrt, das Auto mit dem Traktor herausgezogen. Auch auf der Autobahn 92 bei Plattling wurde ein Betrunkener zum Falschfahrer. Polizisten konnten ihn stoppen.

Brände durch Raketen

Die Münchner Feuerwehren mussten in der Silvesternacht zu 155 Einsätzen ausrücken. So wurden zwei Wohnungen durch von außen hineingeschossene Silvesterraketen in Brand gesetzt. Dabei entstanden Schäden von 130 000 Euro. Ein 50-Jähriger wurde schwer verletzt, als er brennende Müllcontainer mit Schnee löschen wollte. Kurz nach Mitternacht rückten 100 Feuerwehrleute zu einem Dachstuhlbrand aus. Der Schaden wird auf mindestens 200 000 Euro geschätzt. In Obergünzburg (Kreis Ostallgäu) bastelte ein Jugendlicher an Feuerwerkskörpern und setzte sein Zimmer in Brand. Beim Brand eines Wohnhauses in Altdorf (Kreis Nürnberger Land) entstand ein Schaden von 125 000 Euro.

Am Silvestertag war der Verkehr auf Schiene und Straße vor allem im Süden beeinträchtigt. Winterliche Straßenverhältnisse führten zu hunderten Unfällen, Bahnreisende mussten Verspätungen in Kauf nehmen. Zugausfälle gab es jedoch nicht. Bei der Bahn verursachte ein Oberleitungsschaden in Garmisch-Partenkirchen die größten Probleme. Zwischen Ingolstadt und Nürnberg durften die ICE-Züge nur 200 statt 230 Stundenkilometer fahren.

Vor allem im südlichen Schwaben und im Ostallgäu wurden Autofahrten zur Rutschpartie: Allein in der Neujahrsnacht wurden dort über 200 Unfälle gemeldet. In München entgleisten zwei Straßenbahnen, weil Schnee die Schienen verstopft hatte. Verletzt wurde niemand.
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