Elisabeth von Thurn und Taxis stellt Bild von Obdachloser mit "Vogue" ins Netz
Shitstorm gegen Gloria-Tochter

Der Auftritt von Elisabeth von Thurn und Taxis beim Internet-Portal Instagram. Das umstrittene Bild ist mittlerweile gelöscht. Screenshot: elisabethtnt
Archiv
Regensburg
10.03.2015
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Elisabeth von Thurn und Taxis führt ein Leben auf der Sonnenseite. Jetset, Party, teure Locations. Ihren süßen Alltag präsentiert die 32-jährige Tochter von Fürstin Gloria auch gerne in der Öffentlichkeit. Mehr als 16 500 Abonnenten folgen der Regensburgerin auf der Online-Plattform Instagram. 1234 Fotos hat Elisabeth bis Dienstag dort veröffentlicht. Ein Bild ist jetzt nach einer massiven Welle der Empörung im Netz gelöscht worden.

Elisabeth, die derzeit auf der Fashion Week in Paris weilt, hat am Sonntag eine ältere Frau fotografiert, die zusammengekauert in einem dicken Wintermantel und mit einer Decke auf ihrem Schoß, auf dem Boden sitzt. Um sie herum stapeln sich Plastiktüten und Kartons. Die Obdachlose liest die Modezeitung Vogue, bei der die adelige Oberpfälzerin als Autorin arbeitet. "Paris ist voller Überraschungen - Leser der Vogue in unerwarteten Ecken," schreibt Elisabeth unter das Foto.

Die 32-Jährige hat sich inzwischen auf Instagram, wo sie unter dem Namen "elisabethtnt" schreibt, geäußert: "Ich möchte mich aufrichtig für den Ärger entschuldigen, den mein Posting verursacht hat." Das Bild ist gelöscht, die kritischen Kommentare reißen aber nicht ab. Sie werfen Elisabeth weiter vor, sie hätte der Frau angesichts ihres Vermögens lieber helfen sollen. Auch die Obdachlose, die die Modejournalistin Elisabeth offenbar ungefragt fotografiert hat, meldete sich zu Wort: Der britischen Zeitung "Daily Mail" sagte sie: "Es ist unhöflich, Obdachlose zu fotografieren." Es sei kein Spaß, auf der Straße leben zu müssen. Warum sie die "Vogue" lese, begründete sie blumig: "Ich mag die Farben."

"Gibt Tausende für Mode aus, macht sich über die Armen lustig", heißt es zum Beispiel in einem der Kommentare auf dem Instagram-Profil. Oder: "Wenigstens eine warme Mahlzeit, etwas Kleidung, oder mit der Frau reden? Sie könnte Ihnen etwas über die Realität bedürftiger Menschen erzählen." Weitere Kritiker meinen, gesunder Menschenverstand hätte Elisabeth von Thurn und Taxis davon abhalten müssen, das Foto zu veröffentlichen. (Angemerkt)
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