Energisch Gottes Wort predigen

Ihre Heimatprimizen halten die neuen Priester (von links) Adam Karolczak, Martin Popp und Bernhard Pastötter am 5. Juli. Bild: altrofoto.de
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Regensburg
29.06.2015
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Für Adam Karolczak, Martin Popp und Bernhard Pastötter war Samstag ein besonderer Tag. In einem feierlichen Gottesdienst im Regensburger Dom weihte Bischof Rudolf Voderholzer die jungen Männer zu Priestern.

Neben Priestern und Gläubigen aus dem gesamten Bistum, nahm auch der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterovic, an der Feier teil. Er war aufgrund seines Antrittsbesuchs in Regensburg zu Gast. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Regensburger Domspatzen. Martin Popp (Pfarrei St. Leonhard in Leonberg, Kreis Tirschenreuth) war früher selbst einer von ihnen. "Es ist ein freudiger Tag für unser Bistum", begrüßte Voderholzer die Gläubigen. Insgesamt vier Priester werden in diesem Jahr im Bistum Regensburg geweiht, erklärte er. Neben Popp, Karolczak (Pfarrei St. Marien in Sulzbach-Rosenberg) und Pastötter (Pfarrei St. Martin in Saaldorf, Kreis Berchtesgadener Land) finde im Juli noch die Weihe von Pater Markus Seidler im Passionistenkloster Schwarzenfeld (Kreis Schwandorf) statt.

In seiner Predigt gab der Bischof den Neupriestern die Worte des heiligen Kyrill von Alexandrien mit auf den Weg: "Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will, oder nicht." Kyrill habe sich dafür eingesetzt, dass die Mutter Jesu, Maria, auch "Gottesmutter" oder "Mutter Gottes" genannt werden darf.

Konzil um Begrifflichkeiten

Um dies zu bestätigen und gleichzeitig die gegenteilige Meinung des Mönchs Nestorius aus Antiochien zu widerlegen, rief Kyrill ein Konzil ein. Die Bischöfe stimmten Kyrills Ansicht zu: Aufgrund der Einigung der göttlichen und menschlichen Natur Jesu dürfe und müsse Maria zurecht "Gottesmutter" genannt werden. Kyrill habe so gehandelt, weil er die Bezeichnung "Mutter Gottes" aus einem Gebet kannte, das ihn seit seiner Kindheit begleitete.

"Für uns alle, aber besonders für die Priester gilt: Das Gebet der Kirche, die Psalmen, die Feier der Sakramente, insbesondere die Feier der Eucharistie, sind Ausdruck des Glaubens und Quelle des Glaubens. Eure Verkündigung, eure Predigt, soll sich nähren aus dem Gebet", erklärte Voderholzer die Bedeutung von Kyrills Erfahrungen für die Neupriester.

Auftrag an junge Geistliche

Ein wichtiges Wesensmerkmal eines Priester sei, dass er in der Person Jesu Christi wirken, die Sakramente feiern, das Wort Gottes verkünden und die Kirche leiten dürfe. "Seid Euch alle Tage dieses großen Auftrages bewusst. Feiert jede heilige Messe so, als sei es die erste, die einzige und die letzte", erklärte der Bischof.

Im Anschluss an die Priesterweihe wurden die neuen Priester auf dem Vorplatz von zahlreichen Gläubigen und dem Jugendblasorchester St. Konrad empfangen. Am 5. Juli werden die Frischgeweihten die ersten Heiligen Messen in ihren Heimatgemeinden, die sogenannten Heimatprimizen, halten.
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