Faszination Künstliche Intelligenz: 20 Teams treten im Europa-Halbfinale in Regensburg ...
Regensburger Roboter ohne Chance

Hoffentlich stimmt die Programmierung: Team "Danger" beobachtet seinen Roboter auf dem Weg über das Spielfeld. Armin Gardeia (rechts), Mitorganisator des Europa-Halbfinales, drückt die Daumen. Bild: Gibbs
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Regensburg
09.02.2015
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Sie können Hindernisse umfahren, Türen öffnen, Dinge sortieren oder einen Fußball ins Tor werfen - wenn man sie richtig programmiert. Beim Europa-Halbfinale im Roboterwettbewerb am Samstag in Regensburg zeigten 20 Teams, wie aus Legosteinen clevere Maschinen entstehen.

Celine, 15, hatte bislang wenig mit Robotern am Hut. "Aber es macht mir Spaß, für ein Problem eine Lösung zu finden", erzählte sie am Rande des Wettbewerbs, ausgetragen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg. Celine gehört dem siebenköpfigen Team "Danger" aus Mädchen und Buben zwischen 10 und 16 Jahren aus verschiedenen Regensburger Schulen an. Im November hatte sich das Team im Regionalwettbewerb als eines von zwei Oberpfälzer Teams für das Halbfinale qualifiziert.

Beide Teams ausgeschieden

Die zweite Gruppe aus dem Bezirk sind die "Freaky Minds", drei technikbegeisterte Jungs vom Regensburger Goethe-Gymnasium. "Für das Finale schaut es aber zappenduster aus, alles läuft heute schief", bedauerte Raphael, 13. Auch wenn sich seine Vorahnung bestätigte und die "Freaky Minds" wie "Danger" im Halbfinale ausschieden, das Interesse ist geweckt. Was Raphael später einmal werden will? "Verrückter Wissenschaftler", meinte er grinsend.

Damit hat sich das Ziel des Roboterwettbewerbs "First Lego League" (FLL) bereits erfüllt. "Wir wollen die Kids frühzeitig innovativ und spielerisch an technische Berufe heranführen", erklärte Diplompädagoge Armin Gardeia von der "Jungen Hochschule" der OTH, der die Veranstaltung mit organisiert.

Wichtig dabei: Die Teilnehmer würden Technik nicht passiv konsumieren, sondern aktiv programmieren. Dass Legosteine und Roboter grundsätzlich eine große Faszination ausüben, helfe natürlich. Der FLL-Roboterwettbewerb findet weltweit statt. Seit vier Jahren ist die OTH Regensburg als Austragungsort der Regionalwettbewerbe dabei, heuer war sie erstmals Gastgeber eines Halbfinales. Ob die Teilnehmer später tatsächlich mehr technische Berufe ergreifen, dazu kann Gardeia vom Veranstalter "Hands on Technology" keine statistischen Zahlen liefern. Wissenschaftlich bewiesen sei aber, dass der Wettbewerb eine positive Auswirkung auf die Technikbegeisterung von Mädchen hat. 25 Prozent der Teilnehmer seien Mädchen. "Wenn wir diese Quote in unseren technischen Studiengängen hätten, wären wir froh."

Vierfach gefordert

Wer beim Roboterwettbewerb ins Finale kommen will, muss langen Atem beweisen. Für das Halbfinale hatten die Teams acht Wochen Vorbereitungszeit. Am Samstag traten sie sich dann in vier Kategorien an: Einen Roboter programmieren, eine Forschungspräsentation zum Thema "Klassenzimmer der Zukunft" halten, ein Modell aus Lego nachbauen und Fragen zum "Robot Design" beantworten - damit die Jury sieht, dass die Jugendlichen ohne Hilfe die Vorbereitung übernommen haben.
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