Fliegerbombe gefunden: In Regensburg müssen 5300 Menschen evakuiert werden
Entschärfung am Sonntag

Ein Experte inspiziert die Fliegerbombe am Fundort im Regensburger Westen. Für die Entschärfung muss sie noch einige Meter tiefer eingegraben werden. Wie lange die Aktion am Sonntag dauern wird, ist noch nicht bekannt. Bild: Effenhauser
Archiv
Regensburg
28.10.2015
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Die Fünf-Zentner-Bombe, die am Montagnachmittag in der Dornierstraße im Regensburger Westen gefunden wurde, wird am Sonntag entschärft. Rund 5300 Menschen müssen deshalb bis Allerheiligen evakuiert werden. "Eine Maßnahme in dieser Größenordnung hat es, soweit ich mich erinnern kann, in Regensburg noch nicht gegeben", erklärte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs auf einer Pressekonferenz am Dienstag.

Es bestehe jedoch keinerlei Gefahr, sagte Wolbergs. Die Bombe wurde am Dienstagmorgen unter anderem mit einer Plane und Sand vor den Witterungseinflüssen geschützt und wird rund um die Uhr bewacht. Nach Angaben des Sprengmeisters muss die Fliegerbombe am Fundort entschärft werden. Eine unmittelbare Gefahr geht auch laut seinen Aussagen von dem Sprengkörper nicht aus. "Die Experten senken die Bombe noch um einige Meter ab und werden sie mit Sand zuschütten", erläuterte eine Stadtsprecherin. So reduziere sich der Evakuierungsradius von ursprünglich 1000 auf die aktuell geplanten 500 Meter.

Besonders brisant ist die Evakuierungmaßnahme laut Wolbergs allerdings, weil auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sowie die Autobahn A 93 betroffen sein werden. Wie Dr. Andreas Kestler, Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder, bekanntgab, prüfe eine Arbeitsgruppe gerade, welche Schritte dazu notwendig sind und wie eine optimale Versorgung aller Patienten gewährleistet werden könne. "Die Patientensicherheit ist das oberste Ziel", betonte er.

Die Autobahn wird während der Entschärfung zeitweise gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet. Wann genau die Entschärfung am Sonntag beginnt und wie lange sie andauern wird, ist noch unklar. Die genauen Informationen dazu werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben.
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