Generalkonsul Dr. Milan Coupek besucht Tandem Regensburg - "Wenig Motivation, Tschechisch zu ...
Selbstbewusstsein durch Praktika

Thomas Rudner, Leiter von Tandem Regensburg, berichtete Generalkonsul Dr. Milan Coupek (links) von der Arbeit des Koordinierungszentrums. Bild: Hinterberger
Archiv
Regensburg
22.09.2015
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Gegenseitige Annäherung und die Entwicklung von freundschaftlichen Beziehungen stehen im Mittelpunkt. Seit 1997 koordinieren die Tandem-Koordinierungszentren Deutsch-Tschechischer Jugendbewegungen in Pilsen und Regensburg den Austausch zwischen Jugendlichen aus beiden Nationen. Bei einem Besuch in Regensburg informierte sich jetzt der Generalkonsul der Tschechischen Republik in München, Dr. Milan Coupek, über die Arbeit von Tandem.

Austausch notwendig

"Es gibt Vorurteile, man weiß nicht viel über die Menschen auf der anderen Seite", erklärte Coupek die Notwendigkeit des interkulturellen Austauschs zwischen Jugendlichen. Es gehe darum zu sehen, was im Nachbarland besser ist, aber auch was vielleicht schlechter ist.

Er verstehe aber auch, dass auf der deutschen Seite die Motivation, Tschechisch zu lernen, nicht unbedingt groß sei, fuhr der Generalkonsul fort. Aus diesem Grund sei die Arbeit, die Tandem leiste, wirklich bewundernswert. Coupek betonte aber auch, dass es gerade wenn man zusammen arbeite - wie es bei Nachbarländern eben oft der Fall ist - durchaus sinnvoll sei, auch die Sprache des jeweiligen Nachbarn zu beherrschen.

Um die Motivation, die Sprache des Nachbarlandes zu lernen, vor allem bei jungen Menschen zu steigern, bietet Tandem zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten an. Diese gehen von der Beratung über die finanzielle Förderung bis hin zu Austauschprogrammen mit Jugendgruppen. Besonders stechen dabei die "Freiwilligen Beruflichen Praktika" für Auszubildende heraus.

"Wir erreichen damit eine Gruppen von jungen Menschen, die für klassische Austauschprogramme nicht in Frage kommen", erklärte Thomas Rudner, der Leiter von Tandem Regensburg. In freiwilligen Praktika arbeiten junge Auszubildende mindestens zwei Wochen im jeweils anderen Land in ihrem erlernten Beruf. "Das gibt ihnen Selbstbewusstsein. Sie merken, dass sie das, was sie gelernt haben, auch im Ausland anwenden können", beschreibt Tandem-Leiter Rudner die gewonnene Erfahrung der Azubis.
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