Kolpingfamilie Regensburg braucht 700 000 Euro für Umbau des Jugendwohnheims
Moderne Zimmer für Azubis

Noch ist das Jugendwohnheim eine Baustelle, bald aber wird die Sicht auf den Dom frei sein. Bild: Hinterberger
Archiv
Regensburg
26.06.2015
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Das Jugendwohnheim im Kolpinghaus wird für 3,8 Millionen Euro saniert. Diözesanpräses Stefan Wissel segnete die Baustelle und bat für einen reibungslosen und unfallfreien Umbau. "Ihr sorgt mit euerem Einsatz dafür, dass wir das stemmen können", dankte er außerdem den Mitarbeitern des Kolpinghauses.

Seit über 50 Jahren bietet die Kolpingfamilie Regensburg Auszubildenden fernab von Zuhause eine Unterkunft. Seit April wird das in die Jahre gekommene Jugendwohnheim in der Adolph-Kolping-Straße nun saniert. Ziel ist eine Modernisierung und Anpassung an gesetzliche Standards.

Nicht nur ein Zuhause

"Jedes Zimmer wird mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet", betonte Architekt Michael Naumann. Dies sei bei der ursprünglichen Raumverteilung nicht der Fall gewesen. Ebenso bekomme jedes Stockwerk einen Gemeinschaftsraum, in dem sich die Bewohner treffen könnten. "Wir wollen den jungen Leuten nicht nur ein Zuhause, sondern auch eine Familie bieten", erklärte Wissel. Er erklärte aber auch, dass sich durch die Umbaumaßnahmen die Bettenzahl verringern werde. Von ursprünglich 130 wird im Jugendwohnheim in Zukunft nur noch Platz für 90 bis 100 Jugendliche sein.

Beendet sollen die Umbaumaßnahmen, die bei laufendem Betrieb im restlichen Haus stattfinden, im Oktober. Finanziert werden die Arbeiten zu einem Großteil durch Fördergelder des Freistaats, der Agentur für Arbeit und durch Mittel der Kirche. 700 000 Euro muss der Trägerverein Kolpinghaus Regensburg selbst beisteuern.

Keine echten Rücklagen

Das Problem bei einem sozialen Träger wie dem Kolpinghaus sei, dass er keine richtigen Rücklagen bilden könne, erläuterte Wissel. Das Geld, das erwirtschaftet werde, werde direkt wieder in die Menschen investiert. Es gehe der Kolpingfamilie schließlich darum, Menschen zu helfen. "Wir sind deswegen auf Spenden angewiesen", ergänzte Wissel weiter. Für die Unterstützer des Jugendwohnheims hat sich der Verein dabei etwas ganz besonderes einfallen lassen: Als kleine Aufmerksamkeit für Spenden ab zehn Euro gibt es im Kolpinghaus den "Geist Kolpings" in Form eines "Himbeer-Geists".
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