Kronzeuge muss aussagen

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Regensburg
01.04.2015
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Ein 25-jähriger Angeklagter ist vom Schöffengericht Regensburg von seinem Aussageverweigerungsrecht im Prozess gegen einen mafiös operierenden Drogenring "befreit" worden. Die Große Jugendstrafkammer verurteilte den Kronzeugen am Montag zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln. Weil die Entscheidung sofort rechtskräftig wurde, verliert er im Prozess gegen die führenden Köpfe der Drogenbande das Recht, die Aussage zu verweigern.

Der Mann stand wegen Drogengeschäften mit einer Gesamtmenge von 20,5 Kilo Marihuana vor Gericht. Den "Stoff" hatte der Angeklagte von Mitgliedern besagter Drogenbande erworben und weiterverkauft. Dabei hatte sein letzte Deal mit der Münchener Rockergruppe "Black Jacket" für ihn unangenehme Folgen: Die Mitglieder des Drogenrings verdächtigten ihn des Verrats und der Unterschlagung von Ware, bedrohten ihn massiv. Der 25-Jährige floh daraufhin in die USA und nach Tunesien, kehrte jedoch "aus Sehnsucht nach seiner Familie" nach Deutschland zurück, wo er bereits per Haftbefehl gesucht wurde. Auf Anraten seines Anwalts stellte er sich den Behörden.
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