Landtags-SPD: Wohnungsbau und Integration sind die vordringlichsten Zukunftsthemen der Städte
100 000 Wohnungen in fünf Jahren

SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher (links) und Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs informierten über die künftigen Herausforderungen der Städte. Bild: ehi
Archiv
Regensburg
24.09.2015
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Mit der zukünftigen Entwicklung der Städte hat sich die SPD-Landtagsfraktion auf ihrer Klausurtagung in Regensburg beschäftigt. Im Mittelpunkt stand die Frage nach mehr Wohnraum und einer besseren Integration. "Die Staatsregierung muss endlich wieder mehr Geld für die Förderung bezahlbaren Wohnraums zur Verfügung stellen", forderte Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher.

Die SPD spreche sich für eine Erhöhung der Landesmittel zur Wohnraumförderung auf 600 Millionen Euro pro Jahr aus - derzeit sind es 159 Millionen Euro. Außerdem müsse der Staat wieder selbst aktiv werden und genossenschaftlichen Wohnungsbau fördern, fuhr der Fraktionsvorsitzende fort. Die Zahl der Sozialwohnungen gehe bayernweit weiter zurück: Waren es 2008 noch 176 000 Wohnungen, werden es 2020 nur noch 112 000 sein.

Bedarf in Boom-Regionen

In den bayerischen Ballungsräumen und Boom-Regionen würden in den nächsten fünf Jahren weitere 100 000 Wohnung benötigt, erklärte Rinderspacher. Nach Einschätzungen des Statistischen Landesamts werde in den kommenden Jahren vor allem in den Metropolregionen München und Nürnberg sowie im Raum Regensburg starker Zuzug herrschen.

Wichtig sei laut Rinderspacher auch, dass es beim Neubau nicht mehr darum gehe, welcher Investor das meiste Geld habe, sondern wer das beste Konzept vorlege. In Regensburg müssten private Investoren außerdem ab einer gewissen Wohnungszahl einen Teil davon im Bereich des geförderten Wohnungsbaus entstehen lassen, ergänzte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Nur so könne soziales Zusammenleben realisiert werden.

Die Integration von Migranten ist für die SPD ein weiteres großes Zukunftsthema. Die Aufnahme der Flüchtlinge sei zwar derzeit eine große Herausforderung, aber auch nur der erste Schritt, erläuterte Rinderspacher. Eine konkrete Integration müsse folgen. "Dazu ist die Förderung der deutschen Sprache nötig", ergänzte er. Diese sei die Grundvoraussetzung. Außerdem müssten Migranten die Möglichkeit haben, an der Demokratie teilzuhaben.
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