Laufen für kranke Menschen

Prominente Unterstützer des Leukämielaufs: (von links) Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Sonja Tajsich, Marcus Mittermeier und Professor Dr. Reinhard Andreesen, Vorsitzender der Leukämiehilfe Ostbayern. Bild: osr
Archiv
Regensburg
06.10.2014
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Der Leukämielauf hat sich zum größten Benefizlauf Ostbayerns entwickelt: 3000 Teilnehmer machten am Sonntag mit, um mit ihrem Startgeld die Leukämiehilfe Ostbayern zu unterstützen.

Unter den weit über 3000 Teilnehmern am Regensburger Leukämielauf, der sich in den vergangenen 16 Jahren zur größten Benefiz-Laufveranstaltung Ostbayerns entwickelt hat, stand am Sonntag auch die Stadtspitze am Start. Schirmherr Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Bürgermeister Jürgen Huber führten das hundertköpfige Team der Stadtverwaltung Regensburg an.

Der OB hatte nicht nur sein Startgeld bezahlt, sondern auch 2500 Euro für die Leukämiehilfe Ostbayern mitgebracht, die er aus seinem Einsatz bei der Ice-Bucket-Challenge eingeworben hatte. Eine Spende überreichte auch "Ostbayerns Sportstimme" Armin Wolf, der damit der Leukämiehilfe in den vergangenen Jahren bereits 25 000 Euro zukommen ließ. Und wie in den vergangenen Jahren gab es wieder eine Spende der kleinen Sofie aus Ergoldsbach, die das ganze Jahr über im Geschäft der Familie für die Leukämiehilfe sammelt.

Prominente Unterstützung erfuhr der Leukämielauf vom Präsidenten des Deutschen Leichtathletikverbandes, Clemens Prokop, von der Triathletin Sonja Tajsich sowie dem in Regensburg lebenden Schauspieler und Regisseur Marcus Mittermeier.

Kranke nicht alleine lassen

Auch Vereine und Unternehmen unterstützen die Benefizveranstaltung, wie der LLC Marathon Regensburg, der von Anfang an für die Organisation verantwortlich zeichnete. Alle wollten zeigen, wie es der Oberbürgermeister formulierte, "dass wir krebskranke Menschen in Ostbayern nicht allein lassen". "Der Erlös ermöglicht es, Krebspatienten und deren Angehörige über die rein medizinische Behandlung hinaus zu unterstützen und Hilfsprojekte zu finanzieren, um die Versorgung, Begleitung und Therapie von Patienten kontinuierlich zu verbessern", erklärt Professor Dr. Reinhard Andreesen, Vorsitzender der Leukämiehilfe Ostbayern. Dabei würden in ganz Ostbayern Pilotprojekte initiiert und bewährte Projekte dauerhaft finanziert.

Die Einnahmen des diesjährigen Laufes fließen in ein Herzensanliegen der Leukämiehilfe - dem Ausbau der ambulanten Palliativversorgung unheilbar erkrankter Menschen in Ostbayern, um diesen einen Lebensabend im häuslichen Umfeld zu ermöglichen. Dazu fördert die Leukämiehilfe den Aufbau spezialisierter ambulanter Palliativteams, um bestehende Versorgungslücken zu schließen.

"Die Wünsche, Ziele und vor allem Lebensqualität des Patienten haben oberste Priorität", heißt es bei der ostbayerischen Leukämiehilfe. Um eine umfassende Betreuung des Patienten zu ermöglichen, bedürfe es eines multidisziplinären Teams aus Ärzten, Pflegekräften, Sozialarbeitern und Psychologen.

Ambulanz auch in Amberg

Mit einem Betrag von 100 000 Euro hat die Leukämiehilfe am Uniklinikum die Einführung eines Konsiliardienstes und eine Brückenpflege für die häusliche Versorgung nach der Entlassung aus dem stationären Bereich gefördert. Auch an den Standorten Straubing, Deggendorf und Amberg, so Vorsitzender Andreesen, engagiere sich die Leukämiehilfe für den Aufbau ambulanter palliativmedizinischer Dienste, die zu einem Netzwerk verknüpft werden sollen.

Wer am Sonntag nicht selbst laufen wollte, konnte die Leukämiehilfe trotzdem unterstützen: Man konnte sich vor Ort für eine Knochenmarkspende typisieren, also als freiwilliger Spender eintragen, lassen - oft die einzige Rettung für Leukämiepatienten, die sich einem Kampf um Leben und Tod stellen müssen.
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