Leukämiehilfe Ostbayern stellt 3-D-Modell für drei Millionen Euro teures Projekt vor
Patientenhaus nimmt Gestalt an

Volker Kronseder (links) überreichte den 150 000 Euro-Scheck an Reinhard Andreesen. Bild: Hinterberger
Archiv
Regensburg
08.09.2015
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Für das Projekt "Patientenhaus" der Leukämiehilfe Ostbayern scheine trotz des strömenden Regens gerade die Sonne, verkündete Professor Reinhard Andreesen, Vorsitzender der Leukämiehilfe Ostbayern, auf dem zukünftigen Bauplatz des Patientenhauses südlich der Uniklinik. Er konnte an diesem Tag nicht nur das geplante Haus anhand eines 3-D-Modells vorstellen, sondern auch die erste Großspende entgegennehmen.

"Leukämiepatienten brauchen die intensive Unterstützung ihrer Angehörigen", betonte Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der Krones AG, der einen Scheck in Höhe von 150 000 Euro überreichte. Krones habe sich in der Vergangenheit bereits am Projekt Kuno, also dem Bau der Kinder Uniklinik Ostbayern, beteiligt.

Ostbayern gemeinsam

Andreesen freute sich sehr über diese Unterstützung für das rund drei Millionen Euro teure Projekt. Zu dessen Umsetzung sei die Leukämiehilfe auf Spenden angewiesen. "Es kann nur als ostbayerisches Gemeinschaftsprojekt gelingen, dieses Haus zu verwirklichen", bekräftigte er.

"Wir wollen für Patienten-Angehörige einen Raum schaffen, die in dieser schlimmen Zeit einen Rückzugs-, Ruhe-, und Entspannungsort suchen", erklärte Architekt Manfred Blasch. Er hatte auch das benachbarte Elternhaus des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder (VKKK) geplant. Wie auch das VKKK-Elternhaus wird das neue barrierefreie Gebäude nach Süden ausgerichtet sein. Eine großzügige Verglasung soll den Bewohnern einen weiten Blick in die Landschaft ermöglichen. "Wir wollen die Weite der Natur in die Räume bringen", ergänzte Blasch. Er lege deswegen beim Bau Wert auf natürliche Materialien - Naturstein und Holz.

2018 fertig

Baubeginn für das aus zwei Komplexen bestehende Patientenhaus - Verwaltung, Technik und vier Kleinwohnungen für bis zu vier Personen im nördlichen, sowie 14 Zweier-Appartements mit eigener Dusche und WC, Gemeinschaftsräumen im südlichen Teil - soll ungefähr im Herbst 2016 sein. Im Frühjahr bis Sommer 2018 sei es dann bezugsfertig. Angehörige von Patienten bietet sich dann eine kostengünstige Unterkunft, nah bei ihren Liebsten. Für die Zukunft seien laut Blasch bereits Erweiterungen angedacht, so dass südlich der Uniklinik eine kleine Wohnstatt entstehe.
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