Missbrauchsopfer Auer widerspricht Bistum
"Fakten bekannt"

Archiv
Regensburg
21.01.2015
0
0
Mit einem offenen Brief hat Georg Auer auf die Ankündigung des Bistums Regensburg reagiert, seinen Fall neu aufzurollen (wir berichteten). Der 63-jährige Auer, ehemaliger Schüler der Domspatzen-Vorschule in Etterzhausen (Kreis Regensburg), hatte einen Antrag auf Anerkennung des Leids für Opfer sexuellen Missbrauchs gestellt, der abgelehnt wurde.

Nach der Ausstrahlung der ARD-Dokumentation "Sünden an den Sängerknaben" Anfang Januar hatte das Bistum erklärt, es seien "neue Straftatbestände" geschildert worden. Deshalb wolle man den Fall nochmals prüfen. Auer widerspricht dieser Darstellung. "All die schon bisher von mir geschilderten Fakten des sexuellen Missbrauchs an mir bei den Regensburger Domspatzen waren der Bistumsleitung schon immer bekannt, davon ausgehend, dass die frühere bischöfliche Missbrauchsbeauftragte das Bistum hierüber unterrichtete", erklärt er in seinem offenen Brief.

Auer hat aus den Vorgängen mittlerweile Konsequenzen gezogen: Anfang 2013 trat er aus der katholischen Kirche aus, nachdem Rudolf Voderholzer als neuer Bischof alle bisherigen leitenden Diözesanoberen in ihren Ämtern bestätigt
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.