Neue Perspektiven gegen Krebs

Staatssekretär Bernd Sibler gratulierte der Universität Regensburg zu 21 000 Studenten. Bild: Gibbs
Archiv
Regensburg
28.11.2015
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Ein großes Kompliment zum Dies academicus: "Die Universität Regensburg hat sich hervorragend, in machen Feldern sogar sensationell entwickelt", sagte Staatssekretär Bernd Sibler am Donnerstag bei einem Festakt im Audimax vor rund 600 Gästen.

Bildung, Lehre und Forschung in Regensburg seien herausragend, erklärte Sibler. "21 000 Studierende sprechen dafür." Diese könnten sich schließlich frei entscheiden, wo sie studieren wollen. Nicht zuletzt habe der Erfolg einer Universität mit dem Kopf der Institution zu tun: Im diesjährigen Ranking des Deutschen Hochschulverbandes sei Uni-Präsident Udo Hebel bundesweit auf Platz neun gelandet, betonte Sibler. An Regensburg sehe man außerdem besonders gut, wie positiv sich die Ansiedlung einer Uni auf eine Stadt auswirken könne. Sie habe Dynamik, Wirtschaftskraft und nicht zuletzt zusätzliche Bewohner in die Domstadt gebracht.

Am Dies academicus wird jedes Jahr an die Aufnahme des Studienbetriebs der Universität Regensburg 1967 erinnert. Hebel merkte an, dass sich dieses für Ostbayern so wegweisende Ereignis bald zum 50. Mal jähre. Die Planungen für das Festjahr 2017 seien bereits angelaufen, auch Ministerpräsident Horst Seehofer habe schon sein Kommen zugesagt.

Hebel blickte auf Erfolge des vergangenen Jahres zurück. Die Sanierung der Universität sowie die Planung neuer Gebäude auf dem Campus seien weiter vorangeschritten. Die Höhe der eingeworbenen Drittmittel habe sich weiter gesteigert, auf nunmehr 61 Millionen Euro. Im Shanghai-Ranking sei Regensburg unter den Top-400-Universitäten der Welt.

Weiter verfolgt hat die Uni die Etablierung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Das Institut für Ost- und Südosteuropaforschung sowie das Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie (RCI) sollen zu Leibniz-Instituten weiterentwickelt werden.

Setzen auf Immuntherapie

Besonders stolz ist die Universitätsleitung, mit Professor Philipp Beckhove einen international ausgewiesenen Experten der Immunmedizin als neuen geschäftsführenden Direktor des RCI gewonnen zu haben. Beckhove, der zuletzt am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gearbeitet hat, hielt am Donnerstag den Festvortrag über die Immuntherapie in der Krebsmedizin.

Beckhove berichtete von Entwicklungen, "die Onkologen auf der ganzen Welt in Atem halten". Lange habe das Dogma gegolten, dass Krebspatienten ab einem bestimmten Punkt der Metastasierung nicht mehr geheilt werden können. Mittels der Immuntherapie gebe es nun jedoch erstaunliche Erfolge bei Patienten, bei denen eine konventionelle Therapie nicht mehr möglich ist. "Wir stehen hier noch ganz am Anfang, aber es ist erstmals denkbar, dass solche Tumoren geheilt werden können."

Traditionell werden beim Dies academicus ausgewählte Studenten und Wissenschaftler für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Der DAAD-Abschlusspreis ging in diesem Jahr an Hazar Haj, der Förderpreis "Sprache und Recht" an Emilia Lindroos. Mit der Medaille "Bene Merenti", wurden Ulrike Meier-Quéruel (Studentenwerk Niederbayern-Oberpfalz) sowie Ministerialdirigent a. D. Dr. Adalbert Weiß für ihre besonderen Verdienste um die Universität Regensburg geehrt.
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