Nordbayernplan unterstützt Regensburger Immunologie-Forschung
"Damit wir alle länger leben"

Staatssekretär Albert Füracker (vorne) sah sich in den Laborräumen des RCI um, begleitet von der CSU-Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer (hinten, stehend) und Uni-Präsident Professor Udo Hebel. Bild: Gibbs
Archiv
Regensburg
26.02.2015
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Die Immuntherapie gilt als Chance für viele Krebspatienten. Wissenschaftler in Regensburg treiben die Forschung intensiv voran. Im Zuge des "Nordbayernplans" unterstützt der Freistaat sie mit rund 17 Millionen Euro. Staatssekretär Albert Füracker (CSU) schaute den Forschern am Dienstag über die Schulter. Eine Stunde lang tauschte sich Füracker mit Vertretern des Regensburger Centrums für Interventionelle Immunologie (RCI) aus.

"Hier herrscht Aufbruchsstimmung", zog er im Anschluss bei einem Pressegespräch Bilanz. "Wir hoffen, dass durch die Forschungsarbeiten Ergebnisse erzielt werden, damit wir alle länger leben."

Einrichtungen ansiedeln

Uni-Präsident Professor Udo Hebel erklärte das strategische Ziel, außeruniversitäre Einrichtungen in Regensburg anzusiedeln. In diesem Zusammenhang habe das RCI für die Universität eine hochrangige Bedeutung: Mittelfristig soll das Centrum in die Leibniz-Gemeinschaft, eine von vier Trägern außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Deutschland, aufgenommen werden. RCI-Direktor Professor Reinhard Andreesen nannte dafür den Zeitraum zwischen 2018 und 2020 als Ziel.

Helfen sollen auf dem Weg dorthin die 17 Millionen Euro, mit denen der Nordbayernplan von 2015 bis 2018 das RCI unterstützt. Das Geld fließe sowohl in die Ausstattung von Laboren und Forschungseinrichtungen als auch in die Finanzierung von Personal, erklärte Andreesen. Drei neue Lehrstühle sowie 16 neue Stellen würden geschaffen.

Der erste neue Lehrstuhlinhaber, Professor Philipp Beckhove, nahm bereits an dem Rundgang mit Füracker teil. Der ausgewiesene Experte auf dem Gebiet der Translationalen Immunologie war erst vor kurzem vom Uniklinikum Heidelberg nach Regensburg gewechselt. Unabhängig vom Nordbayernplan unterstütze der Freistaat auch den Bau eines neuen Forschungsgebäudes für das RCI mit 15 Millionen Euro, sagte Füracker. Das Gebäude soll bis 2018 nahe des Kuno-Kinderklinikums errichtet werden. Das RCI wurde 2010 gegründet und vernetzt die immunologische Forschung von Universität und Universitätsklinikum unter einem Dach, um neue Erkenntnisse schneller in die klinische Anwendung zu bringen. Hier arbeiten Wissenschaftler an Therapien gegen Krebs und Immundefekte sowie an Wirkmechanismen zur Verringerung von Abstoßungsreaktionen nach Transplantationen.

Der im August 2014 beschlossene Nordbayernplan soll mit 600 Millionen Euro durch 56 überregional bedeutende Leuchtturmprojekte Wissenschaft und Wirtschaft im nördlichen Freistaat stärken. In die Oberpfalz fließen 48 Millionen Euro.
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