NPD-Funktionär Roßmüller soll für drei Jahre hinter Gitter
Haft für "Bandidos" gefordert

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Regensburg
27.11.2015
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(ahs/dpa) Nach einer Schlägerei zwischen rivalisierenden Rockerbanden in Niederbayern soll das Vorstandsmitglied der bayerischen NPD, Sascha Roßmüller, für drei Jahre ins Gefängnis. Roßmüller habe sich an der Prügelei beteiligt und müsse wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden, betonte der Vertreter der Staatsanwaltschaft am Donnerstag beim Beginn der Plädoyers vor dem Landgericht Regensburg.

Mehrere Mitglieder des Regensburger Motorradclubs "Bandidos" sollen in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag 2010, der "Blutnacht von Straubing" , Mitglieder des dortigen MC Gremium angegriffen und mit Messerstichen erheblich verletzt haben. Für die anderen drei Angeklagten forderte Oberstaatsanwalt Klaus Dieter Fiedler zwischen zweieinhalb und sechs Jahren Haft. Fiedler ließ den Vorwurf des Landfriedensbruchs fallen, da sich die vom Bundesgerichtshof festgeschriebene Mindest-Personenzahl nicht feststellen ließ. Auch litt das Verfahren daran, dass fast alle Beteiligten schwiegen, so dass die Anklage auf Hören-Sagen-Zeugen zurückgreifen musste. Nach Darstellung des Anklagevertreters bestellten Roßmüller und ein weiterer Mann ihre Kumpane bewaffnet nach Straubing, um den MC Gremium anzugreifen.

Die Verteidiger sahen weder das Tatgeschehen, noch die Tatbeteiligung als nachgewiesen. Kein Zeuge habe Waffen bei den Angeklagten gesehen, für die sie Freispruch forderten. Die Plädoyers werden am 16. Dezember fortgesetzt.
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