Ökumenische Zeremonie auf der Steinernen Brücke - Holzkreuz landet im Wasser
Drei Bischöfe segnen die Donau

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Regensburg
07.01.2015
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Zur Premiere im vergangenen Jahr hatten sich rund 700 Gläubige an der Steinernen Brücke versammelt. Am Sonntag, 11. Januar, laden die griechisch-orthodoxe, die katholische und die evangelische Kirche zur zweiten ökumenischen Donau-Segnung in Regensburg ein. Zumindest für einige Teilnehmer wird es eine nasse Angelegenheit.

Ritual aus der Heimat

Der Wunsch nach der Zeremonie war aus den Reihen der orthodoxen Gläubigen in Regensburg gekommen. Mit der Wasser-Segnung möchten sie ein Ritual ihrer Heimat aufleben lassen und gleichzeitig einen Beitrag zum kulturellen und geistigen Leben der Stadt leisten. Ähnliche Flusssegnungen gibt es bereits seit Jahren in München und Niederalteich (Kreis Deggendorf). Die Liste der Teilnehmer ist hochkarätig: Mitwirken werden neben Vasilios von Aristi, Vikarbischof der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland, der katholische Oberhirte Rudolf Vorderholzer und der evangelische Regionalbischof Hans-Martin Weiss als Vertreter des Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm. Den Auftakt bildet um 15 Uhr eine Vesper im Regensburger Dom. Im Anschluss ziehen die kirchlichen Würdenträger zusammen mit den Gläubigen in einer feierlichen Prozession auf die Steinerne Brücke, wo die Segnung des Flusses erfolgt.

Auf der Brücke werden Hymnen und Lesungen vorgetragen. Dazu werfen die Geistlichen drei Mal ein Holzkreuz in den Fluss, womit gemäß orthodoxer Tradition an die Menschwerdung Christi in der Schöpfung erinnert wird. Schwimmer der Wasserwacht bringen das Kreuz jeweils wieder an Land. Alle evangelischen, orthodoxen und katholischen Christen sowie Interessierte sind zur Teilnahme eingeladen.

Lange Tradition

Die Wasser-Segnung hat in der orthodoxen Kirche eine lange Tradition. Sie findet am Tag der Epiphanie am 6. Januar oder an einem der darauffolgenden Tage statt und erinnert an die Taufe Jesu im Jordan sowie an die Bedeutung von Flüssen als Teil der Schöpfung. Gesegnet werden können alle Gewässer wie das Meer, Seen, Flüsse, Quellen und Brunnen - um damit die Gläubigen, deren Häuser, Äcker und Tiere zu segnen.
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