Osteoporoseverband tagt in Regensburg - Ziel: Regionale Gruppe
Selbsthilfe in der Oberpfalz

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Regensburg
12.10.2015
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Einmal im Jahr lädt der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose anlässlich des Weltosteoporose-Tages zum Patientenkongress. Heuer fand dieser in Regensburg statt. Neben Information und Austausch stand auch das Ziel auf dem Programm, in Regensburg eine Selbsthilfegruppe zu gründen. "Wir unterstützen Sie dabei", versprach Verbands-Präsidentin Gisela Klatt, die bedauerte, dass es in der Region bisher keine Gruppe gebe.

Diese Mitglieder solcher Selbsthilfegruppen würde mehr verbinden, als nur die eigene Krankheit und der Kampf dagegen, erklärte Klatt. "Es entstehen zahlreiche Freundschaften, die beim Leben mit der Krankheit helfen." Dem Verband gehören momentan rund 300 Selbsthilfegruppen und 15 000 Mitglieder an. Ziel sei dabei nicht nur der die Information und der Austausch zwischen Betroffenen und Medizinern. "Wir wollen ein Zeichen setzten, dass Patienten in Wissenschaft, Politik und Industrie wahrgenommen werden wollen", betonte Klatt. Wichtige Entscheidungen müssten zusammen mit den Patienten geführt werden. "Der gesundheitspolitische Diskurs wird durch die Patientensicht bereichert."

Tagungspräsident Prof. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg/Bad Abbach, sprach über die Ursachen und Folgen von Osteoporose. So seien Gründe für die Krankheit, die sich durch Abnahme der Knochensubstanz und damit auch -dichte auszeichnet, zum Beispiel Calciummangel, zu wenig Sonnenlicht und damit Vitamin D-Bildung, Koffein- oder Nikotin-Konsum oder bestimmte aluminiumhaltige Medikamente.

Risikofaktor Nummer Eins sei allerdings die fehlende Bewegung, beschrieb Grifka das Problem, das schon in den Schulen beginne. Wichtig sei es, sich möglichst täglich zu bewegen, indem man zum Beispiel einzelne Übungen in den Tagesablauf einbaue. "Der Knochen lebt von der Bewegung." Fehle dieser Anreiz, könne das zum Abbau der Knochensubstanz führen.
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