Polizeipräsidium Oberpfalz kommuniziert seit gestern über den Digitalfunk
Analog ist nun passé

Vizepräsident Michael Liegl (vorne) gab mit Polizeidirektor Manfred Bauer (links) und Erstem Polizeihauptkommissar Robert Kreuzer, die für die Einführung verantwortlich waren, den Startschuss für den Digitalfunk. Bild: Polizei
Archiv
Regensburg
21.10.2015
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Polizeivizepräsident Michael Liegl gab um 10 Uhr im Polizeipräsidium Oberpfalz den letzten analogen Funkspruch ab. Kurz darauf funkte er die Einsatzkräfte wieder an. Dieses Mal aber digital, denn die Oberpfälzer Polizei ist am Dienstag offiziell auf den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) umgestiegen. Dieser ist nun das neue Hauptkommunikationsmittel der Behörde und löst damit den alten Analogfunk ab.

Ein wesentlicher Vorteil des BOS-Systems ist seine Verschlüsselung, die ihn dadurch abhörsicher macht. Aber auch mit der Funktion, verschiedene Gruppen individuell zusammenzuschalten, bietet der Digitalfunk neue Möglichkeiten: Die Oberpfälzer Polizei kann sich nun bundesweit mit anderen Polizeiverbänden, Behörden oder Hilfsdiensten per Funk verständigen.

Wobei der Austausch über Funk zwischen Polizei und Feuerwehr aber selten ist, wie sowohl Johannes Buchhauser, Leiter der Berufsfeuerwehr Regensburg, als auch Jürgen Meyer, der stellvertretende Leiter der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz, erklärten. Die Absprachen zwischen der Polizei und den Leitstellen finde vor allem über das Telefon statt.

Für den Fall, dass doch einmal per Funk miteinander gesprochen werde, habe die Umstellung aber durchaus Vorteile: "Die Sprachqualität und die Erreichbarkeit sind besser", nennt Buchhauser. Außerdem können im Notfall die Einsatzkräfte mit nur einem Knopfdruck ihren Standort per GPS übermitteln. Dem Umstieg vorausgegangen war eine zwölfmonatige Probephase, in der Beamte den Digitalfunk auf seine Einsatztauglichkeit überprüften. Außerdem wurden in der Zwischenzeit nahezu alle Dienstautos und Dienststellen funktechnisch umgerüstet. Die analogen Funkgeräte werden aber weiterhin zum Inventar gehören, auch um mit Behörden oder Hilfsdiensten kommunizieren zu können, die das System nicht verwenden.
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