Prozessauftakt in Regensburg: Tierpfleger überfällt 33-jährige Spaziergängerin
Vergewaltiger soll in Psychiatrie

Archiv
Regensburg
11.03.2015
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Seit Dienstag steht ein 46 Jahre alter Tierpfleger und Landschaftsgärtner aus dem Landkreis Schwandorf vor dem Landgericht Regensburg unter Vorsitz von Richter Georg Kimmerle. Er soll im Juni vergangenen Jahres eine 33-jährige Frau in Regensburg auf einem Fußweg überfallen und vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft strebt nicht nur seine Verurteilung, sondern auch die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Der Anklageschrift zufolge griff der Angeklagte sein Opfer unvermittelt von hinten an und drückte es in ein Feld. Die Geschädigte packte daraufhin den Angeklagten geistesgegenwärtig am Hals.

Dieser versetzte ihr einen so heftigen Faustschlag in das Gesicht, dass sie ein Hämatom am linken Auge, eine blutende Verletzung am Nasenrücken und eine Schwellung der Unterlippe davontrug. Aus Angst gab die Frau jegliche weitere Gegenwehr auf. Der Angeklagte legte sich auf sie, schob ihren Rock nach oben und streifte seine Hose ab. Danach zwang er sie zu verschiedenen sexuellen Handlungen. Schließlich ließ er von seinem Opfer ab und suchte das Weite. Bereits am darauffolgenden Tag konnte er festgenommen werden und kam in Untersuchungshaft. Inzwischen ist er im Bezirkskrankenhaus Mainkofen untergebracht. Noch vor Verlesen der Anklageschrift stellte sein Verteidiger Michael Haizmann den Antrag, die Öffentlichkeit für die gesamte Verfahrensdauer auszuschließen. Dem folgte die Strafkammer nur teilweise, indem sie verfügte, dass die Anhörung des Angeklagten und der Sachverständigen hinter verschlossenen Türen stattzufinden habe.
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