Regensburger Abmahn-Anwalt verliert Zulassung

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Regensburg
31.12.2014
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(bdl/dpa) Der Regensburger Rechtsanwalt Thomas Urmann, der zehntausende Internetnutzer abmahnte und zu einer Zahlung von 250 Euro verpflichtete, weil sie auf "Redtube" Pornostreams geschaut und angeblich Urheberrechte verletzt hatten, hat keine Anwaltszulassung mehr. Das teilte auf Anfrage die Kanzlei GGR in Mainz mit, die einige der Betroffenen gegen Urmann vertrat. In einem Schreiben der Rechtsanwaltskammer Nürnberg bezüglich der Abmahnungen sei "beiläufig" erwähnt worden, dass Thomas Urmann seine Anwaltszulassung verloren habe, sagte Fachanwalt Karsten Gulden. Das sei schon länger vermutet worden, sagte er. Jetzt gebe es die Bestätigung.

GGR hatte bei der Rechtsanwaltskammer Beschwerde eingelegt. Ob die Zulassung wegen der Abmahnverfahren entzogen wurde oder aufgrund einer Verurteilung wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung, ist unklar. Urmann war Geschäftsführer einer Wurstwarenfabrik und im August vom Amtsgericht Augsburg zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Die Anwaltskammer und Urmann waren für Stellungnahmen nicht zu erreichen.
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