Regensburger Forschungsinstitute erhalten Millionen
Albert Fürackers Leuchtturm-Besuch

Staatssekretär Albert Füracker (Mitte) ließ sich von Professor Ulf Brunnbauer (links) sowie Professor Bernhard Weber die zwei von der Nordbayern-Initiative geförderten Institute erklären. Bild: ehi
Archiv
Regensburg
04.03.2015
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"Als Impulsgeber werden vor allem Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen gefördert. Erfolgreiche wissenschaftsgestützte Strukturpolitik schafft Wachstum", erklärte Finanzstaatssekretär Albert Füracker (CSU) den Anspruch der Nordbayern-Initiative. 56 Leuchtturmprojekte sollen dafür insgesamt 600 Millionen Euro bekommen.

In Regensburg informierte sich Füracker über die zwei Projekte des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), die als Teil der Initiative mit rund 14,4 Millionen Euro gefördert werden: Ein Projekt ist der Ausbau des Instituts zur Überführung in die Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz, eine der vier führenden deutschen Wissenschaftsverbindungen (12,95 Millionen Euro). "Die Nordbayern-Initiative gibt dem IOS die Chance, sich optimal auf die geplante Leibniz-Aufnahme vorzubereiten", bedankte sich Direktor Professor Ulf Brunnbauer für die Unterstützung. Er betonte aber, dass auch das zweite IOS-Projekt von großer Bedeutung sei. Dabei handelt es sich um die Nachwuchsgruppe "Frozen and Unfrozen Conflicts", die insgesamt 1,43 Millionen Euro erhält. Mit ihrem Schwerpunkt auf der Erforschung territorialer Konflikte in Ost- und Südosteuropa beschäftigt sich die Gruppe mit einem Thema "das aktueller ist, als es uns lieb ist", wie Füracker unter Hinweis auf die Kämpfe in der Ostukraine sagte.

Die Forscher wollen wissen, warum es in Europa noch immer zu gewaltsamen Grenzkonflikten kommt. Es geht aber auch darum, Wege zu finden, wie ein ruhender Konflikt am erneuten Ausbruch gehindert werden kann. All das solle vor allem auf der politikwissenschaftlichen Ebene erforscht werden, erklärte Brunnbauer: "Wir haben am IOS bereits etablierte Forschungsrichtungen im Bereich Wirtschafts- sowie Geschichtswissenschaften, ein politikwissenschaftlicher Zweig fehlt uns allerdings noch."
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