Renovabis-Pfingstaktion startet im Regensburger Dom - Schwester stellt ihre Arbeit in Albanien ...
Aufbruch zu Rändern der Gesellschaft

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Regensburg
04.05.2015
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In einem Gottesdienst im Regensburger Dom St. Peter eröffnete Bischof Rudolf Voderholzer am Sonntag zusammen mit Bischof Stanislav Szyrokoradiuk aus der Ukraine und Bischof Frantisek Radkovský aus Tschechien die 23. Pfingstaktion des katholischen Hilfswerks Renovabis. Unter dem Motto "An die Ränder gehen" stehen bis zum 24. Mai Menschen im Mittelpunkt, die am Rande der Gesellschaft in Mittel- und Osteuropa leben. Wie Voderholzer erklärte, greife die Pfingstaktion ein Wort von Papst Franziskus auf, der sagte, die Kirche müsse an die Ränder, an die Grenzen der menschlichen Existenz gehen.

Manfred Weber, EVP-Fraktionsvorsitzender im Europäischen Parlament, betonte bei der Eröffnungsveranstaltung im Kolpinghaus, es sei nicht selbstverständlich, dass es überhaupt erlaubt sei, diesen Menschen zu helfen. Vor 25 Jahren sei Osteuropa durch den Eisernen Vorhang noch unerreichbar gewesen. Er gehöre mit seinen 42 Jahren der ersten Generation an, die auf fast dem gesamten europäischen Kontinent in Frieden und Freiheit leben könne. Deswegen sei eine Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auch so wichtig, die vor eineinhalb Jahren auf dem Maidan für ein Leben in Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit demonstriert hatten. Wobei Solidarität heiße, die Ukraine selbst entscheiden zu lassen, zu welchem Teil Europas sie in Zukunft gehören will.

Ein Beispiel für die Arbeit von Renovabis gab Schwester Mirjam Beike von der Gemeinschaft "Schwestern vom Guten Hirten". Sie lebt seit 2011 im albanischen Tirana und setzt sich dort gegen den Menschenhandel ein. Beike hilft Frauen und Mädchen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
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