Sechs Jahre Haft für Sextäter

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Regensburg
11.10.2014
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(nt/az) Nach fünf Verhandlungstagen verurteilte die Große Jugendstrafkammer des Landgerichts Regensburg am Freitag einen geistig zurückgebliebenen heute 21-Jährigen aus Regensburg wegen Körperverletzung in Tateinheit mit schwerer Vergewaltigung, sexueller Nötigung und drei Fällen von exhibitionistischen Handlungen zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren. Der Angeklagte hatte unter anderem eine gebrechliche Seniorin (89) schwer misshandelt und vergewaltigt.

Das Urteil entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft und den Einschätzungen der Gutachter. Diese waren zu dem Ergebnis gekommen, dass der Angeklagte trotz einer Intelligenzminderung mit einem IQ unter 70 "voll schuldfähig" sei. Mit dem Ausspruch einer Jugendstrafe folgten die Richter der Empfehlung der Jugendgerichtshilfe, die den Heranwachsenden wegen seiner Entwicklungsstörung einem Jugendlichen gleich setzte. Zu seinen Gunsten wertete die Kammer das späte Geständnis, durch das den Geschädigten eine Aussage vor Gericht erspart blieb.
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