Staatsregierung: Weniger Flüchtlinge in Bayern
Ende des Chaos

Flüchtlinge, die auf Feldbetten in Zelten schlafen müssen - derlei Bilder soll es nicht mehr geben. Die Staatsregierung gibt nun erstmal Entwarnung. Doch nächsten Sommer könnte es wieder ernster werden. Bild: dpa
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Regensburg
05.11.2014
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(nt/az) Nach teilweise chaotischen Wochen bei der Flüchtlingsunterbringung im Freistaat gibt die Staatsregierung vorläufig Entwarnung. Die Situation habe sich in den vergangenen Wochen wesentlich verbessert, sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München - und sprach von einer gewissen Entspannung. Ein Grund ist demnach, dass derzeit weniger Flüchtlinge nach Bayern kommen, "wahrscheinlich witterungsbedingt", sagte Huber. Andererseits habe sich bei der Unterbringung vieles getan, und auch die Weitervermittlung der Flüchtlinge in andere Bundesländer gehe inzwischen schneller.

Mittlerweile steht auch der sogenannte Winternotfallplan: Die 96 Landkreise und kreisfreien Städte meldeten insgesamt mehr als 20 000 Plätze, die im Winter im Ernstfall schnell bereitgestellt werden können: in Hallen, Jugendherbergen, Feriendörfern und anderen Gebäuden. Huber betonte allerdings: "Wir gehen nicht davon aus, dass all diese Notunterkünfte in Anspruch genommen werden müssen." In der Oberpfalz gibt es kurzfristig Platz für 1758 Flüchtlinge. Diese Zahl haben nach Informationen der Regierung der Oberpfalz die sieben Landkreise und drei kreisfreien Städte gemeldet. Die Unterkünfte sind überwiegend in Schulturnhallen.

"Noch größere Welle"

Die Staatsregierung fürchtet aber, dass sich die Lage nächstes Jahr wieder verschärfen könnte. Möglicherweise werde es im nächsten Sommer eine "noch größere Welle" geben, sagte Huber. Deshalb sei eines der Hauptziele, die in allen Regierungsbezirken geplanten regulären Erstaufnahmeeinrichtungen nun möglichst rasch fertigzustellen.
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