Stockender Verkehr

Bis Montagabend verkehrten noch Züge von Regensburg nach München. Ab heute fahren nur noch Busse bis Neufahrn. Bild: Nopper
Archiv
Regensburg
24.08.2015
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Die Bahn kommt - aber in den kommenden drei Wochen nicht direkt aus München. Statt Zügen verkehren Busse. Denn auch Umleitungsrouten stehen nicht zur Verfügung.

(räd) Wer mit der Bahn ab heute zwischen Regensburg und München unterwegs ist, dürfte sich kaum freuen. Bis 14. September ist die Strecke zwischen Köfering bei Regensburg und Neufahrn in Niederbayern wegen Bauarbeiten komplett gesperrt. Die Fahrgäste müssen deshalb in Busse umsteigen und eine längere Reisezeit in Kauf nehmen.

Betroffen davon sind sowohl die Alex-Züge der Route Hof/Prag-München als auch Züge der Deutschen Bahn und von Agilis. Wer etwa von Weiden oder Schwandorf nach München oder zum Flughafen will, muss in Regensburg in jedem Fall in einen Bus umsteigen, der bis nach Neufahrn, teilweise auch bis Landshut durchfährt. Am Endpunkt der Busse warten in der Regel die Züge und fahren deshalb verspätet weiter.

Auf zwei Abschnitten mit insgesamt mehr als rund elf Kilometern Länge tauscht die Bahn zwischen Köfering und Neufahrn Gleise aus. Dazu muss ein Spezialbauzug erst die alten Gleise samt Schwellen abbauen, dann die neuen einlegen. Ferner lässt die DB Netz auf 1800 Metern eine Planumschutzschicht und auf 6200 Metern eine Tiefenentwässerung errichten. Diese Maßnahme ist auf Grund des Alters der Gleise und des Oberbaus notwendig", erklärte ein Bahn-Sprecher.

Keine Umleitung

Im Gegensatz zu den inzwischen abgeschlossenen Gleisbauarbeiten zwischen Weiden und Marktredwitz war offenbar eine Umleitung der Alex- und Regional-Express-Züge über eine Alternativstrecke nicht möglich. Denn fast gleichzeitig ist auch die eingleisig Strecke von Regensburg nach Ingolstadt zwischen Sinzing und Saal an der Donau vom 29. August bis 13. September gesperrt. Auch hier tauscht das Infrastrukturunternehmen DB-Netz Gleise und Weichen aus.

Dort werden in dieser Zeit alle Agilis-Züge durch Busse ersetzt, die zum Teil schon ab Regensburg starten. Während des Gillamoos in Abensberg vom 3. bis September setzt Agilis zusätzlich Busse ein. Nicht ausgeschlossen scheint, dass auch Fahrgäste an den Bushaltestellen zurückbleiben müssen. "Dennoch sollte erwähnt werden, dass bei extrem hohen Fahrgastaufkommen die Busunternehmen aufgrund von Sicherheitsbestimmungen nur eine beschränkte Anzahl an Fahrgästen befördern dürfen", betont Agilis in einer Pressemitteilung.
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