Trauerfeier für einen "Mann der Bücher": Trauerfeier für Autor und Politiker Eberhard Dünninger ...
Abschied von "bayerischem Monument"

Zu den Trauerrednern beim Abschied von Eberhard Dünninger gehörte auch der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Maier. Bild: ehi
Archiv
Regensburg
09.06.2015
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Bei einer Trauerfeier am Dreifaltigkeitsberg haben sich am Montag Familie, Freunde sowie zahlreiche Kollegen und Wegbegleiter von Stadtrat Eberhard Dünninger verabschiedet. Der 80-Jährige war am 31. Mai gestorben. Er sei ein "Mann der Bücher" gewesen, ein "bayerisches Monument" - Menschen wie ihn gebe es nicht viele, würdigte der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Maier das umfangreiche Engagement des Verstorbenen. Dünninger, der unter anderem Berater der Weidener Literaturtage war und im Buch- und Kunstverlag Oberpfalz mehrere Werke veröffentlichte, sei ein "unermüdlicher Vermittler" gewesen, der viel für die Außenwirkung Regensburgs als Kulturstadt getan habe.

"Die Stadt Regensburg verliert eine Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte hinweg um das Wohl der Stadt und seiner Bürger sorgte", erinnerte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs an den Verstorbenen. So habe er zum Beispiel Postkarten mit historischen Aufnahmen der Regensburger Plätze verteilt. Er wollte Bürgern und Besuchern zeigen, wie schön diese Orte wieder sein könnten. Ebenso hob Wolbergs Dünningers besondere Beziehungen zur jüdischen Gemeinde hervor. "Er hat viel für den Neubau des jüdischen Gemeindezentrums getan, wofür ich ihm danken möchte", betonte er.

Der gebürtige Würzburger Dünninger studierte Germanistik, Geschichte sowie Anglistik in München, Dublin und Würzburg. Nach einer Ausbildung zum Bibliothekar war er von 1965 bis 1986 Referent im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Von 1986 bis zu seinem Ruhestand 1999 war Dünninger Leiter der Staatlichen Bibliotheksverwaltung. Anschließend kehrte er nach Regensburg zurück, wo er bereits zur Schule gegangen war.

2002 zog er schließlich für die ÖDP in den Regensburger Stadtrat ein. 2013 wechselte er zu den Christlich Sozialen Bürgern (CSB), wo er 2014 von Listenplatz vier als einziges Fraktionsmitglied in den Stadtrat gewählt wurde. "Das macht deutlich, wie populär er bei den Regensburgern war. Er genoss großes Vertrauen und Ansehen", erklärte Wolbergs dieses Wahlergebnis. Kurz nach den Wahlen wechselte Dünninger schließlich zur CSU.
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