Vollversammlung beschließt Austritt aus Förderverein
IHK: "Denkpause" für Metropolregion

Wir wollen die Interessen unserer Mitglieder zukünftig verstärkt in den Foren der Metropolregion zur Geltung bringen. Dort spielt die Musik.
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Regensburg
03.12.2014
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Die IHK Regensburg tritt aus dem Verein "Wirtschaft der Metropolregion Nürnberg" aus. Das beschloss die Vollversammlung am Montagabend mit deutlicher Mehrheit. Der Beitritt vor rund zweieinhalb Jahren war in Waldsassen (Kreis Tirschenreuth) mit hauchdünner Mehrheit beschlossen worden.

Einige Mitglieder des Gremiums zeigten sich unzufrieden mit der Arbeit des Fördervereins. Mit der Auflage, den Nutzen für die Mitglieder im IHK-Bezirk zu hinterfragen, war die Mitgliedschaft zunächst auf drei Jahre bis zum 31.12. 2015 befristet, heißt es am Dienstag in einer Mitteilung der IHK. "Wir wollen die Interessen unserer Mitglieder zukünftig verstärkt in den Foren der Metropolregion zur Geltung bringen. Dort spielt die Musik. Dort werden die Entscheidungen vorbereitet", erläuterte IHK-Präsident Gerhard Witzany. Außerdem wolle man auch zukünftig gemeinsam mit den IHK der Metropolregion Projekte für die wirtschaftliche Entwicklung der Region vorantreiben.

"Bisschen wachrütteln"

Gerhard Ludwig, Präsident des IHK Gremiums Weiden, erklärte, man wolle mit dem Austritt den Förderverein "ein bisschen wachrütteln". Ein späterer erneuter Beitritt sei nicht ausgeschlossen, es handele sich erstmal um eine "Denkpause". Der Mitgliedsbeitrag spiele bei der Entscheidung eine untergeordnete Rolle. IHK-Vizepräsident Ludwig ist vor allem daran gelegen, die Region nicht zu spalten. Die Metropolregion Nürnberg sei grundsätzlich ein wichtiger Faktor, vor allem für den nördlichen Bezirk sowie den Raum Neumarkt und Amberg.

Bewegend war für die IHK-Vertreter der Auftritt des an einem Gehirntumor erkrankten ehemaligen Staatssekretär Markus Sackmann aus Roding (Kreis Cham). Der 53-Jährige trat für eine neue Balance zwischen Arbeit und Leben ein. Sackmann, Ehrenamtsbotschafter der Staatsregierung, zitierte aus dem Gutachten zum bürgerschaftlichen Engagement in Bayern und rechnete vor, dass ein hier investierter Euro durchschnittlich den siebenfachen Nutzen stifte. "Ohne Ehrenamt gäbe es keine IHK-Arbeit", bedankte sich Präsident Witzany bei Sackmann.
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