Wohnungspakt: Maßnahmen für 2,6 Milliarden Euro
Chance für Oberpfalz

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Regensburg
19.11.2015
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28 000 neue staatlich finanzierte oder geförderte Mietwohnungen sollen bis 2019 in Bayern entstehen. Das ist das Ziel des Maßnahmenpakets "Wohnungspakt Bayern" der Staatsregierung. Der Freistaat stellt dafür rund 2,6 Milliarden Euro bereit. Wie diese Pläne umgesetzt werden sollen, stellte Innen- und Baustaatssekretär Gehard Eck am Montag bei der regionalen Wohnungsbaukonferenz Oberpfalz in Regensburg vor.

Der Bedarf an preisgünstigen Wohnungen steige immens, betonte Eck vor Vertretern von Staat, Kommunen, Verbänden, Kirchen und Investoren im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz. Allerdings könne der "Wohnungspakt Bayern" nur gemeinsam umgesetzt werden. So bestehe das Maßnahmenpaket aus drei Säulen: einem staatlichen Sofortprogramm, einem kommunalen Förderprogramm und dem Ausbau der allgemeinen Wohnraumförderung.

Studenten: Lage verbessert

Für die Oberpfalz sei das Maßnahmenpaket eine Chance, fuhr der Staatssekretär fort. "In den vergangenen fünf Jahren wurden hier mit Mitteln des Bayerischen Wohnungsbauprogramms in Höhe von 78 Millionen Euro über 1000 Eigentums- und 570 Mietwohnungen sowie 200 Heimplätze für Menschen mit Behinderung gefördert", erläuterte er. Zusätzlich seien bei der Studentenwohnraumförderung durch staatliche Mittel in Höhe von 8,5 Millionen Euro weitere 300 Plätze entstanden. "Dadurch wurde die Wohnungsversorgung der Studierenden in Amberg, Regensburg und Weiden spürbar verbessert." Bis 2017 sind in Regensburg weitere 230 Wohnplätze geplant.

Für 3300 Wohnplätze für anerkannte Flüchtlinge mit reduziertem Wohn- und Baustandard werde die Staatsregierung 70 Millionen Euro bereitstellen. "Dadurch soll ein schnellstmöglicher Auszug der 'Fehlbeleger', also bereits anerkannter Flüchtlinge, aus Gemeinschaftsunterkünften erreicht werden", fuhr Eck fort. Mit einem Volumen von 600 Millionen Euro sollen von 2016 bis 2019 im kommunalen Förderprogramm jährlich mindestens 1500 Wohnungen gefördert werden. Darüber hinaus wolle die Staatsregierung auch Investitionshemmnisse abbauen.
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