Bavariathek für OTH Amberg-Weiden und Regensburg
Von zu Hause aus im Museum stöbern

Moderne Medien stehen im Mittelpunkt der Bavariathek. Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung griffen (von links) OTH-Präsidentin Andrea Klug, Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle und Uni-Präsident Udo Hebel dennoch ganz klassisch zu Stift und Papier. Hinter ihnen (von links) Museumsplaner Richard Loibl sowie die Medieninformatik-Professoren Dieter Meiller (OTH) und Christian Wolff (Universität). Bild: Hanna Gibbs
Kultur
Regensburg
17.06.2016
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Der Countdown läuft: 2018 soll das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg seine Pforten öffnen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Bavariathek, die das Museum "in den virtuellen Raum hinein erweitern" wird.

Sie findet in einem eigenen Gebäude neben den Ausstellungsräumen Platz. Um die bayerische Geschichte digital zu erzählen, haben sich drei Partner zusammengetan. Das Haus der Bayerischen Geschichte arbeitet dafür mit der Universität Regensburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden zusammen. Am Mittwoch unterzeichneten Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle, Uni-Präsident Udo Hebel und Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, an der Universität Regensburg eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

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Über 1200 Ausstellungsobjekte hat das Team um Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, bereits gesammelt. Dass sie nicht alle Platz in den Ausstellungsflächen des Museums der Bayerischen Geschichte finden, liegt auf der Hand. Interessierte sollen daher über die Bavariathek Zugang zu allen Stücken erhalten: Im Internet wird jedes Objekt mit Bildern vorgestellt und seine Geschichte mit weiteren Dokumenten vertieft.

"Digitalisierung ist für Kultureinrichtungen sehr wichtig geworden und lässt Menschen unabhängig von Zeit und Ort auf Informationen zu Kulturgütern zugreifen", erklärt der Staatsminister. Die Bavariathek werde medial und modern aufbereitete Inhalte in den Schul-, Bildungs- und Wissenschaftsbetrieb integrieren. Uni-Rektor Hebel betont die Bedeutung der Bavariathek als Bereicherung für den Wissenschaftsstandort Regensburg. Sowohl Studenten der Uni als auch der OTH Amberg-Weiden werden sich in die Entwicklung der Bavariathek einbringen. OTH-Präsidentin Klug merkte an, dass in der Kooperation ein Mehrwert für alle Beteiligten liege. Studierende der OTH aus den Studiengängen Medieninformatik, Medientechnik und Medienproduktion würden mit Filmprojekten einen positiven Input für das Museum leisten - und dabei gleichzeitig wertvolle Praxiserfahrung sammeln.

Für jeden verfügbar


Museumsplaner Loibl stellt die drei Säulen der Bavariathek vor: das virtuelle Museum, das Medienarchiv sowie pädagogische Angebote zum Mitmachen. "Wir wollen das Museum ins Web hinein erweitern und die technischen Möglichkeiten nutzen, Geschichten spannend und attraktiv zu erzählen."

Insbesondere Schulklassen werden in den Gruppenräumen der Bavariathek die Möglichkeit haben, eigene Produktionen - von klassischen Ausstellungen über Filme bis zur modernen App - zu erstellen. Der Clou: Die fertigen Produktionen landen nicht in der Schublade, sondern werden über die Internetpräsenz der Bavariathek für die Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt.

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Weitere Informationen:

www.oth-aw.de www.uni-regensburg.de www.hdbg.de

Wir wollen das Museum ins Web hinein erweitern und die technischen Möglichkeiten nutzen, Geschichten spannend und attraktiv zu erzählen.Richard Loibl, Museumsplaner
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