Das Spanische Film- und Kulturfestival "cinEscultura" startet am 23. April in Regensburg
Kulturelle Berührung zwischen Deutschland und Iberien

Sie bringen spanische und kolumbianische Kultur nach Regensburg: Ralf Junkerjürgen, Annika Wehrle, Festivalleiter Pedro Álvarez Olaneta, Anne Brandt, Stefanie Meier und Antonia Kienberger. Bild: Wolke
Kultur
Regensburg
22.04.2015
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Kantabrien, Kolumbien, Regensburg: Diese drei Stichworte stehen auf dem brandneuen Programm von "cinEScultura". Zum achten Mal findet das Spanische Film- und Kulturfestival vom 23. April bis zum 31. Mai in Regensburg statt.

Den Mittelpunkt bildet wie immer eine reichhaltige Auswahl an Kino und Kultur. Die Organisatoren stellten zahlreiche Veranstaltungen aus den Bereichen Film, Musik, Ausstellung und Lesung zusammen. Veranstalter sind der Arbeitskreis Film, das Forschungszentrum Spanien am Institut für Romanistik der Universität Regensburg sowie der deutsch-Spanische Verein El Puente.

Image aufpolieren

Zwei Schwerpunkte gibt es dieses Jahr: Mit der Region Kantabrien wird die nordspanische Region in den Fokus gerückt, die dem diesjährigen Festival den Charakter des "grünen Spaniens" verleiht. Außerdem mit dabei: Kolumbien. Der Gast aus Lateinamerika soll von seinem hierzulande verbreiteten Image als Drogenland befreit werden.

"cinEScultura" - für Regensburg bedeutet dies eine direkte Berührung mit der spanischen Kultur. Etliche junge Regisseure werden ihre Werke in der Donaustadt persönlich vorstellen. Unter anderem Elías León Siminiani und Nacho Vigalondo, zwei spanische Filmemacher mit internationalem Erfolg, stellen sich dem Dialog mit dem Publikum. Aus Kolumbien wird Sergio Cabrera anreisen, der wohl renommierteste Regisseur des Landes. Fortgesetzt wird die im vergangenen Jahr eingeführte Programmsparte "cinEStreno".

Preisgekrönte spanische Produktionen feiern hier Deutschlandpremiere. Regensburger Studierende haben die Streifen mit Untertiteln versehen. Zu den Filmen gehört etwa "Tote Stadt" von Xavier Artigas und Xapo Ortega. Die Dokumentation über Willkür, Gewalt und Korruption in Polizei und Behörden sorgte in Spanien für großes Aufsehen.

Auch aus den Bereichen Musik, Performance und bildender Kunst hat "cinEScultura" in bewährter Manier ein Programm zusammengestellt, das in Deutschland einzigartig ist. Eine spanische Rockband, ein kolumbianischer DJ und ein kubanischer Trompeter, ein Stillleben-Maler in spanischer Tradition, Don Quixote und der Jakobsweg, daneben Ausstellungen von ausgezeichneten Künstlern wie etwa dem Illustrator José Ramón Sánchez: Spanien und Kolumbien werden hier auf vielseitige Weise beleuchtet.

Anziehungspunkt

"cinEScultura" setzt sich wieder nachhaltig dafür ein, dass das deutsche Publikum unsere spanische Kultur und Sprache und auch die iberoamerikanischen Länder besser kennen lernt", fasst es Gloria Mínguez Ropinón von der Spanischen Botschaft in Deutschland zusammen. "Erneut wird Regensburg somit zu einem kulturellen Anziehungspunkt."

Das Spanische Film- und Kulturfestival "cinEScultura" wird am 24. April um 19 Uhr im Andreas-Stadel in Regensburg eröffnet und läuft bis zum 31. Mai an verschiedenen Orten.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.cinescultura.de/
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