„Große Ostbayerische Kunstausstellung 2016“
Wenn es jemand schafft, dann die Kunst

"Wir schaffen": Die Künstler aus der Region Oberpfalz und Niederbayern legen sich mächtig ins Zeug. Sichtbar wird dies derzeit in der "Großen Ostbayerischen Kunstausstellung" des BBK. Bild: Wolke
Kultur
Regensburg
13.04.2016
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Künstlerische Tradition und frischer Wind: Diese beiden Komponenten prägen die alljährliche Präsentation des BBK Niederbayern/Oberpfalz. Die "Große Ostbayerische Kunstausstellung 2016" hat ihre Pforten geöffnet.

Sie trägt nicht zu dick auf: Die "Große Ostbayerische Kunstausstellung" des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) Niederbayern/Oberpfalz trägt ihren Namen zu Recht. Die Präsentation all dessen was Rang und Namen hat in der Region ist ein Großereignis im weiten Umkreis. Erwartungsgemäß herrscht auch bei der Eröffnung der diesjährigen Schau im Kunst- und Gewebeverein Regensburg volles Haus.

"Wir schaffen": Als eine Art Leitfaden ziert die mit diesem Satz beschriftete Arbeit von Tone Schmid sowohl Plakat als auch Katalog der "Ostbayerischen". Obwohl die Assoziation wohl durchaus gewünscht ist, handelt es sich hier nicht um ein Wiederaufgreifen des Merkel-Mantras. Für die Ostbayerische Kunstausstellung hat der Satz durchaus Inhalt. Denn die Künstler in der Region rackern ganz schön.

Vertraute Ansichten


Die vielfältige Auswahl der vertretenen Arbeiten führt dies vor Augen. Neben längst etablierten Namen der Oberpfälzer und niederbayerischen Kunstszene gibt es auch etliche junge Gesichter. Da ist einerseits der fast schon obligatorische kinetische Beitrag des Weidener Künstlers Tone Schmid - in diesem Fall eine Konstruktion aus Fahrradreifen, beschrifteten Schildern und Hebel, bei der die Mitarbeit des Betrachters ausdrücklich gewünscht ist.

Ebenfalls vertraute Ansichten sind die farbintensiven Kompositionen eines Heiner Riepl, die zeichnerischen Geflechte eines Paul Schinner, die von Fundstücken geprägten Collagen eines Peter Dorn und die mächtigen Schmuckkreationen einer Brigitte Berndt. Daneben gibt es die Riege jüngerer Künstler, die ihren Bekanntheitsgrad innerhalb der vergangenen Jahre erreicht haben. Stefan Bircheneder etwa mit seinen fotografisch anmutenden Industriebildern ist ein Paradebeispiel für den aufstrebenden Nachwuchs.

Auch Christina Kirchinger hat sich innerhalb kurzer Zeit einen Namen gemacht. Die erst 28-Jährige betreibt die mittlerweile fast ausgestorbenen Techniken der Radierung und Aquatinta.

Stefan Giesbert und seine Plastikskulpturen, Eveline Kooijman und ihre mystischen Fotografien sowie Hans Lankes und seine Messerschnitte gehören ebenfalls zum vielversprechenden Nachwuchs.

Fulminante Fülle


"Mit 103 ausstellenden regionalen Künstlern sowie Gastkünstlern aus Österreich zeigt der BBK wiederholt, dass er sich zu einem festen, unverzichtbaren Bestandteil des Lebens in unserer Kulturlandschaft entwickelt hat", äußert sich der BBK-Vorsitzende Ludwig Bäuml hinsichtlich des seit nunmehr 70 Jahren bestehenden Berufsverbandes und der traditionellen Ausstellung.

Die fulminante Fülle an Arbeiten ebenso wie das rege Interesse des Publikums geben ihm Recht. Die "Große Ostbayerische Kunstausstellung" trägt nicht zu dick auf.

Mit 103 ausstellenden regionalen Künstlern sowie Gastkünstlern aus Österreich zeigt der BBK wiederholt, dass er sich zu einem festen, unverzichtbaren Bestandteil des Lebens in unserer Kulturlandschaft entwickelt hat.BBK-Vorsitzender Ludwig Bäuml

Informationen zur AusstellungDie "Große Ostbayerische Kunstausstellung 2016" läuft bis zum 8. Mai in den Räumen des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg, Ludwigstraße 6.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Zur Ausstellung gibt es Führungen und Künstlergespräche.

Weitere Informationen:www.kunst-in-ostrbayern.de
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