Intendant bleibt bis Ende der Spielzeit 2021/22 - Theater Regensburg knackt die ...
Neundorff von Enzberg setzt weiterhin Akzente

Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (links) ist mit der Arbeit von Intendant Jens Neundorff von Enzberg vollkommen zufrieden. Bild: ehi
Kultur
Regensburg
14.07.2015
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Der Verwaltungsrat hat den Vertrag von Intendant Jens Neundorff von Enzberg einstimmig um weitere fünf Jahre verlängert. Er bleibt dem Theater Regensburg somit bis Ende der Spielzeit 2021/2022 erhalten. Diese Neuigkeit verkündete Oberbürgermeister Joachim Wolbergs im Beisein von Neundorff von Enzberg am Montagvormittag. Der Vertrag des Intendanten wäre Mitte 2017 ausgelaufen.

Überregionale Strahlkraft

"Wird sind von Jens Neundorff von Enzberg zutiefst überzeugt, deswegen wollen wir ihn frühzeitig an die Stadt binden", erklärte Wolbergs diesen Schritt. Außerdem habe ein Theaterintendant das Recht, zwei Jahre vor Ende seines Vertrags zu erfahren, wie es weitergeht. "Er hat einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, dass das Theater in der Stadtgesellschaft stärker verankert ist", lobte Wolbergs die Arbeit von Neundorff von Enzberg. Das Theater Regensburg habe eine Strahlkraft weit über Regensburg hinaus. Es biete eine kulturelle Grundversorgung für den ostbayerischen Raum.

Kontroverse Diskussionen

Außerdem habe der Intendant am Theater viele Dinge zugelassen, die auch einmal zu kontroversen Diskussionen führten, ergänzte der OB. "Ich denke dabei an die Vorstellungen des Sommernachtsalbtraums oder die Aufführungen auf der Walhalla, im Steinbruch und zuletzt im alten Jahnstadion."

Intendant Jens Neundorff von Enzberg selbst war "schier platt" von all dem Lob. "Ich hoffe, dass wir auch in den kommenden Jahren noch genügend Dinge anbieten können, die an- und auch aufregen", freute er sich auf die Zukunft. Er wolle die Position des Theaters in der Stadt und auch dessen überregionale Strahlkraft weiter stärken. Er betonte aber auch, dass sich das Rezeptionsverhalten der Zuschauer verändere. "Das Publikum reagiert auf den Spielplan. Dadurch entwickelt sich das Seh- und Hörverhalten der Zuschauer", erklärte Neundorff von Enzberg. Man brauche das Vertrauen des Publikums, um unkonventionellere Wege gehen zu können.

Dass Intendant Jens Neundorff von Enzberg den richtigen Weg eingeschlagen hat, belegen auch die Zahlen der aktuellen Spielsaison. Diese habe "alle Dämme gebrochen". "Wir werden in diesem Jahr ein Einnahmeergebnis von 3,3 Millionen Euro erreichen. Das hat es in Regensburg noch nicht gegeben". Grund für diese Summe sei zum einen eine extrem gute Auslastung, zum anderen aber auch die Preisgestaltung. So habe das Theater in dieser Spielzeit mit Stücken wie "Tristan und Isolde" und "Jesus Christ Superstar" viele Stücke im höheren Preissegment im Programm. Mit 173 000 Besuchern habe das Theater außerdem die zweithöchste Zahl in seiner Geschichte erreicht.

Es war dem Intendanten aber auch wichtig, zu betonen, dass dies alles nicht allein sein Verdienst ist. Ein Theater sei eine Bastion, die nur funktioniere, wenn ein Zahnrad in das andere greife, dankte er seinen 320 Mitarbeitern.
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