Künstlerhaus Andreas-Stadl lädt zu Kulturtagen
Schmiede junger Kunst

Rayk Amelang stellt im Künstlerhaus Andreas-Stadel seine farbenfrohen "Toystories" aus. Bild: Wolke
Kultur
Regensburg
20.10.2016
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Unverwechselbare Grafiken, fabelhafte Mischwesen und stilisierte Verkehrszeichen - im Andreas-Stadel gibt es kaum etwas, was es nicht gibt. Das beweisen die Herbst-Kulturtage, bei denen wieder allerlei unterschiedliche Künstler ihre Werke ausstellen.

"Das Künstlerhaus Andreas-Stadel ist längst unverzichtbar für das Kulturleben der Stadt", freut sich Kulturreferent Klemens Unger. Und nicht nur er. Schließlich bietet das von der Oswald Zitzelsberger Kunst- und Kulturstiftung betriebene Haus tatkräftige Starthilfe für junge Künstler. Mietfrei können diese im Künstlerhaus für begrenzte Zeit ein Atelier beziehen. Was in dieser Schmiedestätte der Kunst entsteht, präsentiert der Andreas-Stadel alljährlich im Herbst bei seinen Kulturtagen. Auch am Wochenende öffnete das Haus wieder seine Pforten. Besucher konnten das ganze künstlerische Spektrum des Andreas-Stadels besichtigen: Malerei von Alexander Rosol, Mode von Tania Bose, Holzbildhauerei von Katharina Ganslmeier und Markus Genzwürker, Schmuck von Stefanie Knörnschild. Eine eigene Ausstellung war den heuer neu aufgenommenen Förderkünstlern der Oswald Zitzelsberger Kunst- und Kulturstiftung gewidmet. "Stadt Rand Fluss", so der Titel der Schau, der sich an das Jahresthema "Stadtgestaltung" der Stadt Regensburg anlehnt.

Unverwechselbarer Stil


Mit dabei ist auch Stefan Giesbert Fromberger mit Objekten und Plastiken aus Bauschaum, ebenso wie Jasmin Lehner mit stimmungsvollen Fotografien aus Paris. Christina Kirchinger präsentiert ihre unverwechselbaren Druckgrafiken - und Heidrun Seiboth stilisierte Verkehrszeichen. Eine weitere Ausstellung zeigte einen Künstler, der sich in Regensburg und Umgebung längst etabliert hat: Rayk Amelang präsentierte im Künstlerhaus Andreas-Stadel seine "Toystories". Die Ölgemälde zeigen den unverwechselbaren Stil des Malers: Quietschbunte Versatzstücke einer von Medien und Konsum bestimmten Welt werden zu neuen Gebilden zusammengefügt.

Zusammengeflickte Wesen


Anspruch auf einen tieferen Sinn erheben die aus einer fröhlichen Grundhaltung heraus gemalten Bilder nicht. "Mir macht es Spaß, Sachen auseinanderzunehmen und wieder zusammenzuflicken", sagt Rayk Amelang. Das Ergebnis sind Mischwesen wie die Figur aus menschlichem Torso, Hello-Kitty-Kopf und Micky-Maus-Armen.

Die Ausstellungen, die Ateliers und nicht zuletzt das ebenfalls im Andreas-Stadel angesiedelte Kino und das Puppentheater "Pupille schief" - sie alle bringen den Beweis: Das Künstlerhaus Andreas-Stadel ist längst unverzichtbar für das Kulturleben der Stadt Regensburg.
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