Pop-Art-Ausstellung in der Regensburger Galerie Andrea Modesta
Bewegte Passanten und markante Porträts

Andrea Madesta, hier vor einem Bild Julian Opies, zeigt in ihrer Galerie derzeit Arbeiten des britischen Künstlers und weiterer Vertreter der Pop Art, wie Andy Warhol und Alex Katz. Bild: Wolke
Kultur
Regensburg
04.02.2016
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Die Galerie Andrea Madesta in Regensburg zeigt Pop Art in all ihren Facetten. Da sind neben Alex Katz - ein Gründungsvater des Genres - auch vergleichsweise junge Künstler wie Julian Opie dabei. Auch andere bekannte Kunstschaffende stellt die Galerie aus, ein Besuch lohnt sich also.

"Galerie Andrea Madesta" - seit Kurzem lässt die ehemalige Direktorin des Regensburger Kunstforums ihre Galerie nun auch unter ihrem Namen laufen. In einem zweiten Schritt der Neuorientierung der ehemaligen Galerie Peter Bäumler in der Oberen Bachgasse scheint die Kunsthistorikern ein eigenes Spezialgebiet zu etablieren: die Pop Art.

Suppendosen der 50er


Zum wiederholten Male sind sie nun in den historischen Gewölben der Galerie Madesta zu sehen: Vertreter einer Kunstströmung, die in den 1950er Jahren ausgehend von den USA Suppendosen und Filmschauspieler museumswürdig gemacht haben. Dass die Pop Art dabei längst nicht nur Geschichte ist, führt Madesta durch den Schwerpunkt ihrer Schau vor Augen.

Julian Opie, eine der beiden Hauptpersonen der Ausstellung, führt das Jahr 1958 keineswegs als künstlerisches Durchbruchs- sondern vielmehr als Geburtsdatum. "Der Londoner Künstler zählt heute zu den Top Stars der zeitgenössischen Pop Art", beschreibt Madesta ihren berühmten Schützling. Dessen künstlerische Bandbreite reicht von der Skulptur bis zum digitalen Bild.

In Regensburg sind unter anderem sogenannte Lentikularbilder Opies zu sehen. Arbeiten also, die durch eine Linsenrastertechnik den Eindruck von räumlicher Tiefe und Bewegung erzeugen. Zur Seite gestellt hat Andrea Madesta dem vergleichsweise jungen Künstler einen alten Haudegen: Alex Katz gehört zu den Gründungsvätern der Pop Art und ist längst ein Klassiker.

Markenzeichen des mittlerweile 88-Jährigen sind seit den 1960er Jahren reduzierte Porträts. In einer eigenen Art von Realismus bewegt sich Katz dabei an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion. Beide Künstler, sowohl Julian Opie als auch Alex Katz, treffen nach Ansicht Madestas den Nerv der Zeit - und zwar immer.

Alte Bekannte


Dennoch hat die Galeristin die aktuelle Schau mit einigen weiteren Künstlern angereichert. Dabei sind unter anderem auch Arbeiten von Andy Warhol, Tom Wesselmann, Mel Ramos und Markus Lüpertz. Diese wurden teilweise schon früher in den Räumen der Galerie gezeigt.

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Die Ausstellung "Julian Opie, Alex Katz and othters" läuft bis zum 26. Februar in der Galerie Andrea Madesta, Obere Bachgasse 16, in Regensburg. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 15 Uhr. Weitere Infos gibt es unter Telefon 0941 / 89939801 oder unter www.galerie-madesta.de.
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