Regensburger Stummfilmwoche mit Hitchcock, Dr. Mabuse, dem Kini und Ski-Assen

Regensburger Stummfilmwoche mit Hitchcock, Dr. Mabuse, dem Kini und Ski-Assen (nt/az) Kenner wissen, dass ein Stummfilmabend mehr ist als Kino oder Konzert: Von 6. bis 15. August lädt der Regensburger Arbeitskreis Film zu Stummfilmen mit Live-Musik ins Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums ein. Jede Vorstellung wird von hochkarätigen Musikern begleitet, die für diesen Anlass neue Partituren schaffen. Beginn ist jeweils um 20.45 Uhr. Komponist und Pianist Tal Balshai orientiert sich am Don
Kultur
Regensburg
31.07.2015
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(nt/az) Kenner wissen, dass ein Stummfilmabend mehr ist als Kino oder Konzert: Von 6. bis 15. August lädt der Regensburger Arbeitskreis Film zu Stummfilmen mit Live-Musik ins Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums ein. Jede Vorstellung wird von hochkarätigen Musikern begleitet, die für diesen Anlass neue Partituren schaffen. Beginn ist jeweils um 20.45 Uhr. Komponist und Pianist Tal Balshai orientiert sich am Donnerstag, 6. August, mit seiner Neufassung der verschollenen Originalmusik von Werner Richard Heymann an dessen Gassenhauern. Weil seine Lieder wie "Lieber Herr Gerichtsvollzieher" nicht zuletzt von ihren Texten leben, gibt es einen Stummfilmabend mit Gesang - dargeboten von Stella Maria Adorf. Am Freitag, 7. August, zeigt Fritz Lang die dunklen Seiten der Weimarer Republik und eine Gesellschaft am Abgrund: "Dr. Mabuse, der Spieler" will die Weltherrschaft an sich reißen. Er manipuliert und hypnotisiert. Letzteres tut auch Rainer J. Hofmann mit seiner betörenden Musik - anders als an seinem zweiten Abend, an dem er "Ludwig II., König von Bayern" in all seiner Melancholie hörbar macht (Samstag, 8. August). Die zweite Hälfte der Stummfilmwoche wird am Donnerstag, 13. August, von Louise Brooks eröffnet. Folgt man ihrem Erwachsenwerden, liest man im "Tagebuch einer Verlorenen" (im Bild), in Szene gesetzt vom international renommierten Aljoscha-Zimmermann-Ensemble. Auf andere Weise verloren ist der Mieter in "The Lodger - A story of the London fog", Hitchcocks erster Thriller. Dass der Horror, hier Jack the Ripper, aus dem Nebel kommt, wissen auch die Spezialisten für gruselige Musik Bertl Wenzl und Markus Stark (Freitag, 14. August). Der letzte Abend ist F.W. Murnau gewidmet (Samstag, 15. August). Sein "Sunrise - A song of two humans" gilt als einer der schönsten Filme aller Zeiten. Karten gibt es unter Telefonnummer: 0941/2984563 oder 0941/5074410. Bei schlechtem Wetter sind die Veranstaltungen im "Leeren Beutel", Bertoldstraße 9. Bild: Murnau-Stiftung
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